Darts-Star Joe Cullen hat bemerkenswert offen über seine Liebe zum Darts gesprochen – oder vielmehr über seine fehlende Leidenschaft für den Sport, den er seit fast 20 Jahren auf den größten Bühnen der Welt ausübt. „Ich könnte 100 Dinge aufzählen, die ich viel lieber tun würde als Darts zu spielen“, räumte der Engländer im Podcast „Tops and Tales“ ein.
Darts-Star überrascht mit Geständnis: "Würde 100 Dinge lieber tun"
Cullen denkt über Karriereende nach
„Ich glaube, das liegt daran, dass ich es einfach schon so lange mache. Es kommt mir vor, als wäre ich schon seit Ewigkeiten dabei, weil ich so jung angefangen habe“, erklärte er die polarisierende Aussage. „Aber es bezahlt nun mal die Rechnungen.“
Cullen sprach bereits mit seiner Frau über sein Karriereende
Dabei ist sich Cullen seiner privilegierten Situation durchaus bewusst, seinen Lebensunterhalt mit dem Pfeilewerfen verdienen zu können. „Ich bin nicht so dumm, zu glauben, dass ich kein Glück habe, dort zu sein, wo ich bin, und das zu tun, was ich tue.“ Vielmehr sehne er sich nach einem Tapetenwechsel: „Ich denke einfach, wenn ich vielleicht einen anderen Job finden könnte, der genauso gut bezahlt wird, würde ich ihn auf jeden Fall machen.“
Allein in den vergangenen beiden Jahren erspielte sich der „Rockstar“ Preisgelder in Höhe von 314.000 Euro – ein Einkommen, das sich mit einem klassischen Bürojob nur schwer erzielen lässt. Dennoch war ein mögliches Karriereende auch innerhalb der Familie bereits mehrmals Thema: „Ich habe im Laufe der Jahre schon ziemlich oft mit meiner Frau darüber gesprochen. Sie sagt dann so etwas wie: ‚Na, dann hör doch einfach auf zu spielen.‘“
Ganz so einfach ist es für Cullen allerdings nicht: „Was ist denn, wenn ich in ein paar Jahren wieder einsteigen will? Das wird dann sehr schwer. Dann gibt es natürlich noch Sponsoren und solche Dinge sowie Verpflichtungen. Ich glaube also, es wäre dumm von mir, einfach so aus einer Laune heraus aufzugeben.“
Darts-Star will seine Karriere nicht „im Sande verlaufen“ lassen
Trotz der Gedanken an ein Karriereende ist die Nummer 31 der Weltrangliste weiterhin ehrgeizig. Seit dem World Grand Prix 2024 hat er zwar kein größeres Viertelfinale mehr erreicht, genau das soll sich aber möglichst bald wieder ändern.
„Ich möchte nicht zu denen gehören, die einfach so im Sande verlaufen und von denen niemand mehr etwas hört. Also kann nur ich selbst das korrigieren und wieder ins Lot bringen.“