Der australische Qualifikant Brody Klinge hat bei den Australian Darts Masters einen sensationellen Lauf hingelegt. Der 34-Jährige aus Melbourne musste sich erst im Finale dem Engländer James Wade mit 5:8 in den Legs geschlagen geben – und verpasste damit den großen Coup nur knapp.
Nach Mega-Finish: Darts-Sensation ohne finale Krönung
Darts-Sensation ohne finale Krönung
„Es war absolut unglaublich. Die Zuschauer haben die ganze Zeit hinter mir gestanden“, erklärte Klinge, der einen beeindruckenden Drei-Dart-Average von 104,56 Punkten ans Board zauberte, trotz der Endspiel-Niederlage. „Das war einfach nicht zu fassen.”
Als sich Wade beim Stand von 6:2 bereits auf der Siegerstraße wähnte, machte es der Außenseiter noch einmal spannend: Klinge gewann drei Legs in Folge und verkürzte auf 5:6.
„Sieger der Herzen“: Australier mischt Darts-Elite auf
Dann ließ der Lokalmatador allerdings die große Chance auf den Ausgleich liegen, als er die Doppel-16 verpasste. Wade machte in der Folge den Deckel drauf und sicherte sich seinen ersten Titel bei der World Series.
„Sieger der Herzen – da gibt es keine Diskussionen – mit einem der beeindruckendsten World-Series-Turniere, das wir jemals gesehen haben: Brody Klinge“, lobte DAZN-Kommentator Adrian Geiler den Auftritt des Underdogs.
Klinge, der nicht im Besitz einer PDC-Tourcard ist, begeisterte das heimische Publikum bei seiner zweiten Teilnahme an einem Event der World Series mit mehreren starken Auftritten, unter anderem im Halbfinale gegen Jonny Clayton.
Darts: Außenseiter schockt Topspieler mit Big Fish
Bei seinem 7:5-Erfolg gegen den Waliser entschied er die Partie mit einem spektakulären 170er-Highfinish, dem sogenannten Big Fish. „Sensationell. Das ist World Series. Die Geburt eines Stars. Brody Klinge steht im Endspiel – mit einem Big Fish“, schwärmte Geiler.
Im Viertelfinale war bereits der Weltranglistenzweite Gian van Veen an Klinge gescheitert. Mit einem Average von 97,9 Punkten besiegte der Australier den Favoriten mit 6:4.
Die Australian Darts Masters gehören zur World Series of Darts. Bei dem Turnier treten normalerweise die Top 6 der Weltrangliste, zwei Wildcard-Spieler sowie acht lokale Qualifikanten gegeneinander an. Der Titel ging im Vorjahr an Luke Littler. Der Weltmeister fehlte in diesem Jahr jedoch ebenso wie sein großer Rivale Luke Humphries.