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Hempel schrammt an Sensation vorbei

Hempel schrammt an Sensation vorbei

Der deutsche Darts-Shootingstar Florian Hempel begeistert nach dem Coup gegen Peter Wright auch gegen Mensur Suljovic. Das EM-Duell wird zum Thriller.
Florian Hempel verpasst hauchdünn die nächste Darts-Sensation: Gegen Mensur Suljovic scheitert der Deutsche im Entscheidungsleg.
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von Robin Klausmann

Die deutsche Darts-Hoffnung Florian Hempel hat eine Überraschung im Achtelfinale der European Championship denkbar knapp verpasst.

Gegen Lokalmatador Mensur Suljovic verlor der 31-Jährige in einem Herzschlagfinale mit 9:10. Der Deutsche hielt über lange Zeit gut mit und drehte zum Schluss noch einmal auf, konnte sich am Ende aber nicht für eine starke Leistung belohnen.

In einem spannenden Duell, in dem beide Kontrahenten über die ganze Partie kleine Unsicherheiten zeigten, hatte Suljovic das bessere Ende für sich. Der Österreicher tat sich besonders bei den Checkouts schwer, setzte aber in entscheidenden Momenten Akzente.

Bis kurz nach der Pause sahen die Zuschauer in Salzburg eine ausgeglichene Partie, ehe „The Gentle“ nach einem Kopf-an-Kopf Finish im achten Leg davon zog und eine Serie zum zwischenzeitlichen 6:3 startete.

Doch Hempel ließ sich nicht unterkriegen, nutzte die Unsicherheiten seines Kontrahenten aus und kam schließlich vor dem letzten Leg zum Ausgleich. Dort sorgte „The Gentle“ passend zum Spiel mit dem dritten Dart bei 40 Rest für die Entscheidung, Florian Hempel waren 56 verblieben.

Am Ende ein bitteres Aus für den deutschen Vertreter, der mit seinen Leistungen bei der European Championship aber mehr als zufrieden sein kann.

„The Heat“ scheidet aus, Price souverän gegen Gawlas

Über den Einzug ins Viertelfinale durfte sich dagegen Nathan Aspinall freuen. „The Asp“ gewann sein Achtelfinalduell mit Damon Heta am Abend mit 10:6 und überzeugt dabei mit sieben 180ern sowie einer Checkout-Quote von 45,45 Prozent.

Nathan Aspinall hat es am Ende gegen Damon Heta richtig eilig: Mit elf Darts räumt der Engländer das letzte Leg ab und scheint bereit für den Finaltag.
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11-Darter: Aspinall beendet Match mit Statement

Heta konnte sich trotz höherem Average und 2:0-Führung zu Beginn nicht durchsetzen und muss nun die Heimreise antreten. Nach dem zwischenzeitlichen 3:3 setzte sich Aspinall ab und ließ danach nichts mehr anbrennen. „The Heat“ konnte die Legs 14 und 15 zwar noch für sich entscheiden, das Ruder aber nicht mehr herumreißen.

Im zweiten Duell des Abends setzte sich Gerwyn Price souverän mit 10:3 gegen Adam Gawlas durch. (NEWS: Alles Wichtige zum Darts)

Beim tschechischen Newcomer keimte kurz Hoffnung auf, als er nach zwei Legs mit 2:0 führte, doch der Weltmeister spielte danach seine ganze Klasse aus und beherrschte das Duell ab dem dritten Leg.

„The Iceman“ konnte die letzten fünf Legs für sich entscheiden, glänzte dabei mit einem 102er-Average und einer Checkout-Quote von über 55 Prozent. Mit dem Auftritt untermauerte Price auch seine Favoritenrolle.

Gerwyn Price lässt seinem Gegner im Achtelfinale der Darts European Championship 2021 keine Chance: Der Iceman zeigt Adam Gawlas die Grenzen auf.
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"Iceman" souverän: So locker löst Price das Viertelfinal-Ticket

Adam Gawlas verabschiedet sich nach der Niederlage aus seinem ersten European-Championship-Turnier, Price darf sich auf das Viertelfinale freuen.

„Mighty Mike“ lässt gegen Wade nichts anbrennen

Mit Michael van Gerwen gewann zudem ein weiterer Topfavorit sein Achtelfinale. Der Niederländer setzte sich souverän mit 10:4 gegen James Wade durch.

Van Gerwen nahm von Beginn an das Zepter in die Hand und führte nach zehn Legs bereits souverän mit 8:2.

„The Machine“ kam nach der Pause besser in die Partie, entschied die nächsten zwei Legs für sich, ehe „Mighty Mike“ die Niederlage des Briten besiegelte.

Michael van Gerwen setzt sich im Achtelfinale gegen James Wade durch. Am Sonntag wartet im Viertelfinale jetzt der Kracher gegen Gerwyn Price.
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Kracher perfekt! Hier erspielt van Gerwen das Duell mit Price

Dennoch war die ehemalige Nummer 1 der Welt mit seinem Auftritt nicht ganz zufrieden: „Ich hätte es hier und da etwas besser machen können, aber am Ende will ich mich nicht beschweren.“

Im Viertelfinale am Sonntag trifft van Gerwen nun im Duell der Giganten auf Gerwyn Price. Ein Duell, dem „Mighty Mike“ mit Freude entgegenblickt: „Wir hatten immer gute Spiele, ich habe viele davon gewonnen. Ich muss dafür sorgen, morgen mit dem Kopf da zu sein.“

„Er ist zwar noch die Nummer 1, aber nicht mehr lang“, ergänzte der 32-Jährige mit einem Augenzwinkern.