Karriere-Meilenstein! Schindler rauscht ins Halbfinale
Machtdemonstration: Schindler demontiert Clayton
Martin Schindler erreicht das Halbfinale bei der European Championship in Dortmund. Die deutsche Nummer eins steht zum ersten Mal in ihrer Karriere unter den letzten Vier bei einem Major-Turnier.
Er hat es geschafft: Martin Schindler steht zum ersten Mal in seiner Karriere in einem Halbfinale eines Major-Turniers! Der Deutsche hat bei der European Championship in Dortmund (LIVE auf SPORT1) sein Viertelfinale mit 10:1 in den Legs gegen Jonny Clayton gewonnen und spielte sich komplett in einen Rausch.
Als der 30-Jährige seinen zweiten Matchdart auf der Doppel-20 nutzte, stand ihm der Stolz ins Gesicht geschrieben. Er ballte seine Fäuste und jubelte mit den deutschen Fans. Clayton erkannte die Leistung seines Gegners an und klatschte mit ihm ab.
„Ich fühle mich sehr gut. Ich konnte mein Scoring abrufen und jetzt waren auch die Doppel sehr stark. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. Ich muss mich auf das Halbfinale konzentrieren. Es ist mein erstes Major-Halbfinale. Jetzt kann alles passieren“, sagte Schindler überglücklich nach der Partie.
„Jonny Clayton ist als absoluter Favorit in das Spiel gegangen. Was Martin abgeliefert hat, sucht seines Gleichen“, lobte SPORT1-Experte Robert Marijanovic ihn in den höchsten Tönen.
Schindler erklärt Wackelaugen-Jubel
Er startete überragend in die Partie und führte bis zur ersten Pause nach fünf Legs mit 4:1. Dabei leistete sich der Strausberger keinen einzigen Fehler auf den Doppelfeldern. Durch die Westfalenhalle schallten die „Martin Schindler, Olé“-Gesänge.
Der Deutsche konnte es zwischenzeitlich gar nicht fassen, wie gut er Darts spielte, und musste nach seinem 167er-Finish direkt nach der Pause schmunzeln und machte einen Wackelaugen-Jubel. Nach der Partie klärte er darüber auf: „Es ist ein Meme zwischen mir und meiner Frau, diesen Jubel zu machen, wenn ich das Bull’s Eye treffe. Ich habe mir gedacht, dass ich das jetzt auch auf der Bühne mache, weil so häufig ist ein Bull’s-Eye-Finish nicht.“
Seinen ersten Fehlwurf auf ein Doppelfeld leistete sich Schindler erst im achten Leg, als er um Millimeter das Bull’s Eye verpasste. „Jonny Clayton ist davon beeindruckt, das hat er nicht kommen sehen“, sagte Marijanovic während des Spiels. Bis zur zweiten Pause schraubte er seine Führung auf 9:1 hoch. Clayton war es im Anschluss nicht mehr vergönnt, ein zweites Leg einzufahren. „Ich habe mir gedacht, dass ich nur noch ein Leg gewinnen muss und die Partie dann vorbei ist. Ich wollte nichts mehr anbrennen lassen“, sagte Schindler.
Sensation: Littler scheitert an Ratajski
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In seinem Halbfinale wird der Deutsche am Sonntagabend auf Krzysztof Ratajski treffen, der in seinem Viertelfinale Weltmeister Luke Littler völlig überraschend mit 10:6 ausschalten konnte.
Die Viertelfinals in der Übersicht:
- Ross Smith – Luke Woodhouse 10:6
- Gerwyn Price – Stephen Bunting 10:3
- Martin Schindler – Jonny Clayton 10:1
- Krzysztof Ratajski – Luke Littler 10:6