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Thriller! Price zittert sich zum Sieg

Thriller! Price zittert sich zum Sieg

Gerwyn Price gibt gegen Daryl Gurney zwei Mal einen klaren Vorsprung aus der Hand - und zittert sich am Ende dennoch zum Sieg.
Gerwyn Price gibt gegen Daryl Gurney eine 2:0-Satzführung aus der Hand. Im entscheidenden Leg behält der Waliser aber die Nerven.
Robin Wigger
Robin Wigger
von Robin Wigger

Gerwyn Price brüllte und schrie, haderte und grübelte.

Nach einem wechselhaften und am Ende dramatischen Spiel ist der "Iceman" ins Halbfinale der Darts-WM 2021 gezogen (Die Darts-WM 2021 LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM). Price bezwang Daryl Gurney mit 5:4, musste aber gehörig zittern.

"Es war nicht der Plan, dass es nochmal so eng wird", sagte die Nummer drei der Welt bei SPORT1.

Anfangs sah es nach einem regelrechten Spaziergang aus. Price dominierte das Spiel und gestattete Gurney in den ersten zwei Durchgängen nur ein Leg. Besonders die Würfe auf Tops saßen zu diesem Zeitpunkt.

Gurney wacht auf und gleicht aus

Die anschließende Pause nutzte Gurney aber offenbar, um sich zu sammeln. Der Weltranglisten-Elfte steigerte sich, schnappte sich Satz drei mit einem 75er Checkout und gestaltete das Match wieder spannend (Ergebnisse und Spielplan der Darts-WM).

Im vierten Satz musste das Entscheidungsleg her. Price ließ die Doppel 10 liegen und Gurney, der insgesamt 15 180er warf, nutzte die Chance und glich zum 2:2 aus. Plötzlich war es ein Match auf Augenhöhe.

Price mit Mega-Finish

In Satz fünf trat Gurney bei 1:2-Legrückstand ans Oche, um 32 auszuchecken, nachdem er bereits zuvor zwei Darts auf die Doppel ausgelassen hatte.

Das misslang dem Nordiren aber völlig – und das rächte sich. Mit einem Monster-Finish über 143 ging Price erneut in Führung und ließ einen emotionalen Ausbruch Folgen.

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Price mit Urschrei

Ein ähnliches Bild zeigte sich am Ende des sechsten Durchgangs. Beide Spieler hatten diesmal zwei Legs gewonnen. Gurney ließ mehrere Möglichkeiten liegen, den Satz für sich zu entscheiden und auf 2:3 zu verkürzen.

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Price wiederum warf seinen Pfeil bei 72 Rest unabsichtlich auf die Single 7, korrigierte seinen Plan mit einem Treffer auf die Triple 15 – und checkte dann eiskalt auf Double 10 aus. Gurney mussten den nächsten Urschrei inklusive Muskelpose über sich ergehen lassen.

Gurney lässt Price zittern

Beeindrucken ließ sich "Super Chin" davon aber nicht. Während Price beim Scoring ungewohnte Schwächen aufzeigte und die Doppel nicht mehr traf, spielte Gurney mit dem Rücken zur Wand starkes Darts. Sechs Legs in Folge gingen an den Underdog - und plötzlich stand es 4:4 nach Sätzen.

Im entscheidenden Durchgang erwischte Price mit einem starken 107er Finish den besseren Start, ehe auch Gurney seinen Aufschlag durchbrachte, indem er 130 auscheckte.

Price stellte anschließend auf 2:1. Trotz kleinerer Patzer glich Gurney dann wieder aus. Die Spannung gipfelte im Entscheidungsleg, das Gurney lange besser spielte. Als Erster bekam der 34-Jährige die Finish-Chance und damit mögliche Match-Darts, nutzte sie aber nicht.

Price hatte noch 40 übrig - und beendete das Spiel mit dem Treffer auf Tops. Ein letztes Mal entlud sich die Anspannung.

Auch die Statistiken untermauerten das knappe Match. Beim Drei-Dart-Average war Price mit 96,36 nur knapp besser als Gurney (96,25), ähnlich sah es bei der Checkout-Quote aus (36,96 Prozent zu 34,62).

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