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Fasel bereut "peinliche" Umarmung

Fasel bereut "peinliche" Umarmung

Präsident Rene Fasel vom Eishockey-Weltverband ist die innigen Umarmung mit dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko höchst unangenehm.
Belarus Alexander Lukashenko (l.) mit Rene Fasel (r.)
Belarus Alexander Lukashenko (l.) mit Rene Fasel (r.)
© Imago
SID
von SID
20.01.2021 | 12:28 Uhr

Präsident Rene Fasel vom Eishockey-Weltverband IIHF ist die innige Umarmung mit dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko inzwischen höchst unangenehm. "Es ist ein bisschen blöd gelaufen, das muss ich sagen. Es ist mir auch peinlich", sagte Fasel dem Schweizer Fernsehsender SRF: "Es tut mir leid, wenn die Interpretation da ist, dass ich das akzeptieren würde, was da in Belarus passiert. Die Repressionen von den verschiedenen Leuten, die dort sind, akzeptieren wir sicher nicht."

Fasel (70) hatte sich am vergangenen Montag in Minsk mit dem heftig umstrittenen Lukaschenko getroffen, um über die WM 2021 in Belarus (21. Mai bis 6. Juni) zu sprechen. Dabei war es zur innigen Umarmung gekommen, die medial und auf politischer Ebene zu Kritik geführt hatte. 

Aus sportlicher Sicht pflege er "seit 20 Jahren gute Beziehungen" zu Lukaschenko, sagte Fasel: "Ich wollte das eigentlich ausnutzen, dass wir etwas Gutes tun können. Dass unsere WM in gewisser Art auch eine Versöhnung sein sollte zwischen der Opposition und der Regierung in Belarus."

Gegen die Austragung der WM in dem osteuropäischen Land hatten sich zahlreiche (sport)politische Stimmen erhoben, darunter von Mitausrichter Lettland. Hintergrund sind die Menschenrechtsverletzungen im diktatorisch regierten Land. Unter anderem war Lukaschenko nach seiner umstrittenen Wiederwahl im vergangenen Sommer durch seine Sicherheitskräfte brutal gegen Demonstranten vorgegangen.

Bei dem Treffen am Montag hatte Lukaschenko dem IIHF-Präsidenten aufgefordert, dem internationalen Druck nach einer örtlichen Verlegung nicht nachzugeben. "Wenn die IIHF es schafft, dem Druck zu widerstehen, dann werden wir hier die WM abhalten", sagte Lukaschenko.

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