Eishockey>

Paralympische Spiele: Drama bei deutschem Sieg

Drama bei deutschem Sieg

Beim Comeback auf der großen Bühne könnte es ein Happy End geben. Angreifer Felix Schrader überragt mit vier Treffern.
Felix Schrader (l.) schoss alle deutschen Treffer
Felix Schrader (l.) schoss alle deutschen Treffer
© IMAGO/SID/Ralf Kuckuck
Beim Comeback auf der großen Bühne könnte es ein Happy End geben. Angreifer Felix Schrader überragt mit vier Treffern.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft spielt bei den Paralympischen Winterspielen um Platz fünf und kann damit doch noch ihr selbstgestecktes Ziel erreichen.

Das Team um Fahnenträger Jörg Wedde feierte beim Comeback nach 20 Jahren nach drei Vorrunden-Niederlagen den ersten Sieg, in der Platzierungsrunde gewann Deutschland gegen die Slowakei dank spätem Comeback mit 4:3 (2:1, 0:2, 1:0, 1:0) nach Verlängerung. Nach dem entscheidenden Treffer fielen sich die Spieler euphorisch in die Arme.

Der überragende Felix Schrader (2., 9.) brachte Deutschland früh in Führung, doch Slavomir Ferencik (13.), Milos Vecerek (16.) und Martin Joppa (29.) drehten die Partie. Erneut Schrader (42.) rettete die Auswahl von Bundestrainer Peter Willmann in die Verlängerung, ehe er dort mit einem Alleingang zum Sieg traf (52.).

Bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr hatte das deutsche Team bereits im Spiel um Platz fünf gegen die Slowakei gewonnen und damit das Ticket für die Spiele in Mailand gelöst. Die Slowaken hatten deshalb den Umweg über ein zusätzliches Qualifikationsturnier nehmen müssen und sich erst dort ihre Teilnahme gesichert.

Am Samstag (16.05 Uhr) trifft Deutschland zum Abschluss auf Japan oder Gastgeber Italien, gegen den es in der Vorrunde eine 1:2-Niederlage gegeben hatte. Bei der zuvor einzigen Teilnahme 2006 in Turin hatten die Deutschen den vierten Platz belegt.