So läuft die Eishockey-WM

So läuft die Eishockey-WM

Noch bis zum 6. Juni steigt im lettischen Riga die Eishockey-WM. SPORT1 präsentiert alle wichtigen Infos rund um die WM und die TV-Übertragungen.
Für das DEB-Team steht die Eishockey-WM ins Haus
Für das DEB-Team steht die Eishockey-WM ins Haus
© Imago
. SPORT1
von SPORT1
am 21. Mai

Seit 21. Mai und noch bis zum Finaltag am 6. Juni steigt in der lettischen Hauptstadt Riga die Eishockey-WM.

Ursprünglich sollte das Turnier zusätzlich auch in Weißrussland stattfinden, doch wegen der angespannten politischen Lage in dem Land finden nun alle Partien in Lettland statt.

Den Auftakt zum Großevent hatte es in der Gruppe A mit dem Eröffnungsspiel zwischen Russland und Tschechien gegeben, das die Sbornaja glücklich mit 4:3 gewann.

Gar mit einem Schützenfest legte die deutsche Mannschaft am ersten WM-Wettkampftag los, gewann mit 9:4 gegen Außenseiter Italien. Nur einen Tag später setzte sich das Team von Bundestrainer Toni Söderholm souverän mit 5:1 gegen Norwegen durch

Nach einem Tag Pause war am Montag Kanada der nächste Gegner. Und die Söderholm-Crack knackten auch den vermeintlichen Top-Favoriten mit 3:1.

Am Mittwoch kassierte die DEB-Auswahl dann allerdings den ersten Dämpfer. Mit 2:3 unterlag Deutschland dem Überraschungsteam aus Kasachstan.

Auch gegen Finnland reichte es nicht für die deutsche Mannschaft. Es setzte eine 2:3-Niederlage.

Gegen die USA musste Deutschland mit einem 0:2 die dritte Niederlage in Folge hinnehmen.

Im letzten Gruppenspiel gegen Gastgeber Lettland (WM 2021 in Riga, Gruppe B: Deutschland - Lettland, Di., LIVE ab 15.15 Uhr auf SPORT1 im Free-TV und Livestream) kommt es zum Showdown im Kampf ums Viertelfinale.

Der neue Eishockey-Podcast "Eiskalt auf den Punkt" ist ab sofort auf podcast.sport1.de, in der SPORT1 App sowie auf den gängigen Streaming-Plattformen SpotifyApple PodcastsGoogle PodcastAmazon MusicDeezer und Podigee abrufbar

In welchem Modus wird gespielt? Wer ist alles dabei? SPORT1 fasst alle wichtigen Informationen zur Eishockey-WM zusammen.

Der Modus der Eishockey-WM:

Insgesamt treten 16 Teams in zwei Achter-Gruppen an. Die Gruppenverteilung erfolgte nach der Platzierung in der Weltrangliste. Diese ermittelt sich aus den Ergebnissen bei den letzten Olympischen Winterspielen und den vergangenen vier Weltmeisterschaften. Dabei werden die Ergebnisse der letzten WM höher bewertet als die der früheren.

Die vier bestplatzierten Teams jeder Gruppe, wobei bei Punktgleichheit der direkte Vergleich zählt, erreichen das Viertelfinale. Von dort aus geht es im K.o.-Modus weiter. (Hier zu den Tabellen der Eishockey-WM)

Da es keinen Turnierbaum gibt, trifft im Halbfinale das bestplatzierte Team aus der Gruppenphase auf das viertplatzierte - sowie das zweitbeste auf das drittbeste. Folgende Kriterien kommen dabei zur Anwendung:

1. Platzierung in der Gruppe
2. Punkte in der Gruppenphase
3. Tordifferenz in der Gruppenphase
4. Erzielte Tore in der Gruppenphase
5. Platzierung in der Weltrangliste vor dem Turnier.

Insgesamt finden 64 Spiele statt. 

Russland und Tschechien liefern sich ein Duell auf Augenhöhe. Tschechien kann die Partie drei Mal ausgleichen, vom letzten Treffer erholen sie sich allerdings nicht mehr.
02:49
Russland siegt 19 Sekunden vor Schluss

Der deutsche WM-Kader:

Eishockey-Bundestrainer Toni Söderholm muss bei der WM auf den Großteil der NHL-Stars verzichten. Superstar Leon Draisaitl steht mit den Edmonton Oilers in den Playoffs um den Stanley Cup und damit ebenso wenig zur Verfügung wie sein Nico Sturm (Minnesota Wild). Draisaitls Teamkollege, Olympia-Silbermedaillengewinner Dominik Kahun, ist nach dem vorzeitigen Playoff-Aus der Oilers im Gegensatz zu Draisaitl zur WM nachgereist und steht nach seiner sechstägigen Quarantäne im Laufe des Turniers zur Verfügung.

Auch Top-Rookie Tim Stützle ist nicht dabei, da er eine Handverletzung auskurieren soll. Tobias Rieder, zuletzt bei den Buffalo Sabres, ist neben Kahun einzige NHL-Profi im deutschen WM-Team. Allerdings stehen mit Leon Gawanke (Manitoba Moose), Lean Bergmann (San Jose Barracuda) und Tom Kühnhackl (Bridgeport Sound Tigers) drei weitere Spieler aus der AHL im Kader.

Den größten Block stellen die Adler Mannheim. Mit Felix Brückmann, Markus Eisenschmid, Matthias Plachta, Stefan Loibl und Nico Krämmer stehen gleich fünf Adler im Kader. Dazu kommt mit Korbinian Holzer noch ein weiterer Adler-Neuzugang hinzu.

Der Kader in der Übersicht:

Tor: Felix Brückmann (Adler Mannheim), Matthias Niederberger (Eisbären Berlin), Niklas Treutle (Nürnberg Ice Tigers)
Verteidigung: Dominik Bittner (Grizzlys Wolfsburg), Marcel Brandt (Straubing Tigers), Leon Gawanke (Manitoba Moose), Korbinian Holzer (Awtomobilist Jekaterinburg), Jonas Müller (Eisbären Berlin), Moritz Müller (Kölner Haie), Marco Nowak (Düsseldorfer EG), Moritz Seider (Rögle BK), Fabio Wagner (ERC Ingolstadt)
Sturm: Lean Bergmann (San Jose Sharks), Andreas Eder (Straubing Tigers), Markus Eisenschmid (Adler Mannheim), Daniel Fischbuch (Düsseldorfer EG), Maximilian Kastner (EHC Red Bull München), Nicolas Krämmer (Adler Mannheim), Tom Kühnhackl (Bridgeport Sound Tigers/AHL), Stefan Loibl (Adler Mannheim), Marcel Noebels (Eisbären Berlin), John Peterka (EHC Red Bull München), Leonhard Pföderl (Eisbären Berlin), Matthias Plachta (Adler Mannheim), Lukas Reichel (Eisbären Berlin), Tobias Rieder (Buffalo Sabres), Frederik Tiffels (Kölner Haie), Dominik Kahun (Edmonton Oilers)

Bei der 84. Eishockey-Weltmeisterschaft in Lettland hofft Deutschland aufs nächste Eis-Märchen. Das Team von Bundestrainer Toni Söderholm will für Furore sorgen.
05:17
Deutsches Eis-Märchen bei der WM? "Einfach ist es sicher nicht"

Die Chancen des DEB-Teams:

Bei der letzten WM 2019 war für das deutsche Nationalteam im Viertelfinale gegen Tschechien Schluss. Für das kommende Turnier gibt sich Söderholm optimistisch. "Es wird eine andere WM als bisher, das könnte tatsächlich eine Chance für uns sein", stellte er klar.

Der Spielplan der Gruppenphase (21. Mai - 1. Juni 2021):

Eishockey-WM LIVE bei SPORT1:

SPORT1 begleitet die Eishockey-Weltmeisterschaft vom 21. Mai bis zum 6. Juni mit umfangreichen Liveübertragungen im Free-TV und auf seinen digitalen Plattformen.

Unter anderem werden alle WM-Partien mit deutscher Beteiligung live im Free-TV gezeigt.