Home>Eishockey>Eishockey-WM>

Eishockey-WM 2023: Draisaitl-Entscheidung gefallen!

Eishockey-WM>

Eishockey-WM 2023: Draisaitl-Entscheidung gefallen!

{}
{ "placement": "banner", "placementId": "banner" }
{ "placeholderType": "BANNER" }

Draisaitl-Entscheidung gefallen!

Leon Draisaitl kommt nicht zur Eishockey-WM! Die Entscheidung um den deutschen NHL-Star ist endgültig gefallen.
Leon Draisaitl spielte zuletzt 2019 bei einer Eishockey-WM für Deutschland
Leon Draisaitl spielte zuletzt 2019 bei einer Eishockey-WM für Deutschland
© IMAGO/ActionPictures
SPORT1
SPORT1
von SPORT1
Leon Draisaitl kommt nicht zur Eishockey-WM! Die Entscheidung um den deutschen NHL-Star ist endgültig gefallen.

Leon Draisaitl wird die deutsche Nationalmannschaft nach seinem Aus in den NHL-Playoffs nicht bei der Eishockey-WM verstärken.

{ "placeholderType": "MREC" }

Das gab DEB-Sportdirektor Christian Künast in einer Stellungnahme des Deutschen Eishockey Bundes (DEB) bekannt. Zuvor habe man ein ausführliches Gespräch mit dem Spieler geführt: „Nach 92 NHL-Spielen inklusive zweier intensiven Serien“ brauche Draisaitl „jetzt einfach Zeit, um sich von den Strapazen zu erholen und sich körperlich zu regenerieren.“

Zumal es auch Exit-Meetings und Medien-Termine mit den Oilers vor Ort gebe. „Deshalb ist es in der Kürze der Zeit nicht möglich, seine WM-Teilnahme zu realisieren. Wir haben angesichts seiner Rolle bei den Oilers volles Verständnis gezeigt und wünschen ihm eine gute Erholung nach der Saison.“

{ "placeholderType": "MREC" }

„Es ist natürlich extrem schade, dass Leon Draisaitl nicht zur WM kommt“, haderte SPORT1-Experte Rick Goldmann: “Er ist ein absoluter Highlight-Spieler, der das deutsche Team nochmal auf ein anderes Level gehoben hätte, zusätzlich hätte er auch diesem ganzen Turnier ordentlich Glanz verliehen. Aber es war irgendwie absehbar, dass das wahrscheinlich nicht klappt.“

Das große Problem im Fall Draisaitl

Am Dienstag hatte Draisaitl bei der Abschlusspressekonferenz in Edmonton seine Teilnahme noch offen gelassen. „Ich bin mit dem deutschen Team in Kontakt“, bestätigte der 27-Jährige, „wir versuchen gerade, einige Dinge zu klären. Wir werden sehen.“ Danach fiel in einem Telefongespräch mit Künast die Entscheidung.

„Da ging es gar nicht darum, ob man das will, sondern um den Zeitplan, bis ein NHL-Spieler mehr oder weniger freigegeben wird und dann auch wirklich bei der WM in Finnland ankommt“, erklärte Goldmann: „Ich glaube, insgesamt wäre die Organisation einfach zu groß und zu spät möglich gewesen.“

Draisaitl, der in der abgelaufenen NHL-Hauptrunde zum dritten Mal die 50-Tore-Marke geknackt hatte, war in der Nacht zu Montag im sechsten Spiel gegen die Vegas Golden Knights gescheitert.

{ "placeholderType": "MREC" }

SPORT1-Experte Goldmann betonte, „dass ein Spieler auch mental hundertprozentig da sein muss. Und nach so einem enttäuschenden Aus in den NHL-Playoffs – gerade mit seiner wichtigen Rolle bei den Edmonton Oilers – ist das ein bedeutender Aspekt, den man bedenken muss.“

Eishockey-WM: Deutschland unter Druck

Die deutsche Mannschaft muss also ohne NHL-Verstärkung den Turnaround schaffen: Nachdem Deutschland die ersten drei WM-Spiele gegen die Favoriten Schweden, Finnland und USA verloren hat, ist der Druck bereits riesig.

Sollten die DEB-Stars auch am Donnerstag (LIVE im Free-TV und LIVESTREAM auf SPORT1 - Countdown ab 19 Uhr) gegen Dänemark nicht gewinnen, könnten das Viertelfinale und die direkte Olympia-Qualifikation schon außer Reichweite sein.

Aber Goldmann kann dem Draisaitl-Aus auch etwas Positives abgewinnen: „Die Nachricht kommt jetzt einen Tag vor dem Spiel gegen Dänemark – das ist das entscheidende Duell ums Viertelfinale, das du gewinnen musst. Das hier jetzt Klarheit herrscht, ist ganz wichtig.“

Draisaitl hatte zuletzt 2019 bei einer WM für Deutschland gespielt. Damals erreichte das DEB-Team das Viertelfinale, schied dort aber klar gegen Tschechien aus (1:5).

2020 fiel das Turnier wegen Corona aus, 2021 wurde Deutschland ohne Draisaitl Vierter, 2022 gab es abermals ein Viertelfinal-Aus gegen die Tschechen.