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The King of Fighters XV: Keine Revolution, aber einsteigerfreundlich

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The King of Fighters XV: Keine Revolution, aber einsteigerfreundlich

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The King of Fighters XV: Alle Infos zum 2D-Prügler

The King of Fighters XV: Alle Infos zum 2D-Prügler

Bereits seit 18 Jahren existiert das Fighting Game-Franchise The King of Fighters. Teil 15 ringt nun um die Gunst neuer Spieler. Matthias Regge stellet euch den 2D-Prügler im Detail vor.
Frischer Wind im Fighting Game Genre - The King of Fighters XV
Frischer Wind im Fighting Game Genre - The King of Fighters XV
© SNK Corporation

Es gibt wenige Fighting Game-Reihen, die als wahre Eckpfeiler des Genres betrachtet werden können. Die bekanntesten darunter sind vermutlich Street Fighter, Mortal Kombat und Tekken. Doch auch The King of Fighters, das Fighting-Franchise von Arcade-Altmeister SNK, ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der Turnierszene.

Am 14. Februar ist der aktuellste Teil der Reihe, The King of Fighters XV für PlayStation 4 & 5, Xbox und PC erschienen. Mit der 15. Auflage des 2D-Fighters möchte SNK noch stärker in die Casual-Crowd vordringen und gleichzeitig ihre alten Fans bedienen. Dank dem großen Erfolg von Guilty Gear Strive im vergangenen Jahr sind mehr Augen als sonst auf das Fighting Game-Genre gerichtet. Mit neuen Gesichtern auf der Packung, einer überarbeiteten Optik und Rollback Netcode soll es gelingen, The King of Fighters besser den je im Mainstream zu platzieren.

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Was ist The King of Fighters?

Im Jahr 1994 erschien der erste Teil der Reihe, mit dem treffenden Namen, The King of Fighters 94′. SNK kombinierte in dem 2D-Fighter die Charaktere aus den hauseigenen Prügel-Reihen Art of Fighting und Fatal Fury. Im Laufe der Jahre fanden auch andere SNK-Charaktere ihren Weg in die Auswahl von The King of Fighters, darunter Clark und Ralf aus Ikari Warriors, Athena aus Psycho Soldier oder Nakoruru aus Samurai Showdown.

Dabei teilt sich dieses Who-is-Who des SNK-Universums in Teams aus jeweils drei Kämpfern auf, um an dem namensgebenden Martial Arts-Turnier teilzunehmen. Demnach ist das Gameplay von The King of Fighters auch immer Team-basiert. Generell setzt die Reihe allerdings nicht auf eine Tag-Mechanik im Stil von Marvel vs. Capcom und Dragon Ball FighterZ, sondern lässt die Mitglieder eines Teams der Reihe nach in den Ring steigen (Eine Ausnahme ist The King of Fighters XI, hier konnten Charaktere durchgehend gewechselt werden).

Nachdem die Reihe mit The King of Fighters XIII einen neuen Standard für Sprite-basierte Grafik gesetzt hatte - mit detaillierten Charakteren und wunderschönen Stages - bracht mit Teil 14 das 3D-Zeitalter an. SNK hatte in ihrer Spin-Off-Reihe Maximum Impact zwar bereits 3D-Modelle genutzt, The King of Fighter XIV war allerdings der erste, große Schritt mit dem sie sich endgültig von einer 2D-Optik verabschiedet hatten.

The King of Fighters XIV wurde eher lauwarm von der Szene empfangen. Sowohl der Look, als auch das Gameplay es nicht schaffen eine neue Spielerschaft zu erschließen. Dies soll sich mit dem 15. Ableger ändern.

Bei den Modi keine Überraschung

Ein Problem, mit dem das Fighting Game-Genre nach wie vor zu kämpfen hat, ist der abwechslungsarme Content, der vor allem Einzelspieler oft auf der Strecke lässt. Leider ändert auch The King of Fighters XV nichts an diesem Umstand. Es erwartet einen das Mindestmaß an Spielmodi, welche man auch von anderen Vertretern des Genres kennt: Ihr könnt euch sowohl Lokal, als auch online mit anderen Spielern messen, den Story-Mode angehen oder eure Fähigkeiten im Trainings- oder Missions-Modus verbessern.

Einsteigern steht zusätzlich ein Tutorial zur Verfügung. Dieses ist zwar trocken, führt einen aber verständlich an die unterschiedlichen Mechaniken von The King of Fighters XV heran.

Spieler, die gerne Inhalte freispielen können sich allerdings freuen. Neben unterschiedlichen Story-Enden ist es möglich zahlreiche Musikstücke aus der SNK-Geschichte zu finden. Diese kann man dann nutzen, um den Soundtracks des Spiels dem eigenen Geschmack anzupassen. Ein nettes Feature, dass man auch schon in Tekken 7 erleben konnte.

Der Online-Modus von The King of Fighters nutzt übrigens den überlegenen Rollback Netcode, der spätestens seit dem Release von Guilty Gear Strive zum Industrie-Standard wird.

Offensiv und Combo-lastig

Neben dem zuvor erwähnten Team-Aspekt hebt sich The King of Fighters vor allem durch seine unterschiedlichen Sprungarten von anderen Genre-Vertretern ab. Durch Super Jumps, Hops und Hyper Hops könnt ihr unterschiedliche Distanzen überwinden und auch eure Sprunghöhe variieren. Besonders die kurzen Hops erlauben dadurch eine starke offensive, die jedem Charakter Zugriff auf potente Overhead-Angriffe gibt.

Allein diese Mechanik reicht schon aus, um das Tempo von The King of Fighters im Vergleich zu einem Spiel wie Street Fighter drastisch zu erhöhen. Charaktere können einfach ihre Offensive starten und den Gegner unter Druck setzen. Sobald ein Treffer gelandet wurde setzt der Titel auf sein Combo-System, dass einen wenig dafür bestraft viele Treffer zu landen. Üblicherweise wird der Schaden von Combos in Fighting Games mit zunehmender Hit-Zahl immer stärker nach unten skaliert. Darum sind besonders Angriffe, die den Gegner mehrmals treffen meist echte Damage-Killer. The King of Fighters setzt dieses Damage Scaling bewusst niedrig an. Spieler sind dazu angehalten die zahlreichen Juggle-Optionen zu nutzen, um massiven Schaden auszuteilen.

Dabei folgen viele Combos einer ähnlichen Struktur: Einem normalen Angriff folgt der Abbruch durch einen Command Normal, der wiederum in einen Special Move führt. Der Mission-Mode des Titels gewährt euch zu jedem Charakter einen Einblick in das Combo-Potenzial eurer favorisierten Kämpfer.

Auch der MAX-Mode kehrt zurück. Dieser kann für eine kurze Zeit aktiviert werden, um eurem Charakter unbegrenzten Zugriff zu den verstärkten EX-Specials zu geben. Zusätzlich kann seine Aktivierung dazu genutzt werden, um Angriffe abzubrechen und eine Combo zu verlängern.

Neu ist der Shatter Strike. Für eine Ladung eures Super Meters könnt ihr mit diesem den Gegner treffen, und ihn langsam zu Boden gehen lassen. Eine weitere Möglichkeit eure Offensive zu stärken oder Combos auszubauen.

Doch auch wenn ihr euch verteidigen müsst stehen euch einige Möglichkeiten zur Verfügung. Die bewährte Rolle ist zurück, mit denen ihr euch unter anderem durch die Projektile eurer Gegner bewegen könnt. Nachwievor könnt ihr diese auch aus dem Block Stun heraus nutzen, was allerdings etwas Super Meter kostet.

Bau deine eigene Auto-Combo

Ein viel diskutiertes Feature vieler moderner Fighting Games sind Auto-Combos, die der Spieler dadurch ausführt, in dem er eine eine einzige Taste durchgehend drückt. Auch The King of Fighters XV bietet diese Option. Die Mechanik wird Rush genannt, und hebt sich etwas von den Auto-Combos der Konkurrenz ab.

Drückt ihr wiederholt den Light Punch-Button vollführt euer Charakter eine Auto-Combo, die abhängig von eurem verfügbaren Super Meter einen anderen Ender nutzt. Das Game gibt euch den Finisher, der die größte Menge dieser Ressource verbrauchen würde.

Wer allerdings etwas mehr Kontrolle über sein Ressourcenmanagement haben möchte, kann das Ende des Rush selbst bestimmen. Je nachdem, welcher andere Button am Ende der Combo gedrückt wird, ändert sich auch der Finisher.

Natürlich negiert die Existenz dieser Mechanik nicht die Notwendigkeit irgendwann „echte“ Combos zu lernen, die wesentlich effizienter sind, aber sie sind nach wie vor eine willkommene Möglichkeit für neue Spieler Schaden aus ihren Treffern zu erzielen.

The King of Fighters XV: Der beste Einstieg für eine neue Spieler

Und das Erschließen von neuen Spielern war ganz klar ein Ziel von SNK. Die PR-Kampagne für The King of Fighters XV war präsenter als bei bisherigen Teilen und die Story fokussiert sich nicht mehr auf die alten Hasen der Spielereihe, sondern stellt die Charaktere Shun‘ei und Isla in den Vordergrund. Letztere ist eine Newcomerin in Teil 15, Shun‘ei gab sein Debut in The King of Fighters XIV.

Die knallige, effektreiche Optik und die zahlreichen Charaktere, alle mit coolen, einzigartigen Designs, sorgen dafür, dass neue Spieler einen Blick riskieren wollen. Und auch wenn die Auswahl an Spielmodi erneut etwas mager ausgefallen ist, so ist es doch das Gameplay, mit seinem hohen Tempo, spektakulären Combos und wichtigen Entscheidungen, die einem ein echtes „Ein Match noch“-Gefühl geben.

The King of Fighters XV ist vielleicht nicht der beste Teil der Reihe, aber mit seinem soliden Netcode, zahlreichen Charakteren und Tutorials, der optimale Einstiegspunkt für neue Spieler.