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Hearthstone: Mega-Patch! Aber reicht das, um Illidans Dominanz zu brechen?

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Hearthstone: Mega-Patch! Aber reicht das, um Illidans Dominanz zu brechen?

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Hearthstone: Mega-Patch

Hearthstone: Mega-Patch

Es war an der Zeit: Der Dämonenjäger dominierte in allen Regionen der Meta, mit dem Control-Krieger gab es genau ein Deck, dass Illidans Treiben einigermaßen Einhalt gebieten konnte. Nun kommt von Seiten Blizzards Verstärkung via Patch, die es in sich hat.
Auch Drek'Thar musste einen empfindlichen Nerf einstecken
Auch Drek'Thar musste einen empfindlichen Nerf einstecken
© Blizzard
Robin Ahlert
Robin Ahlert

Fans einer ausgeglichenen Hearthstone-Meta mussten die letzten Tage sehr stark sein.

Nachdem kurz nach dem Release von „Reise in die Versunkene Stadt“ zunächst einmal alles danach aussah, als gäbe es für jede Klasse mindestens einen auf der Ladder gut performenden Deck-Archetyp, wurde diese Annahme durch den Aufstieg des Aggro-Dämonenjägers schnell wieder zerstört. Illidans Mix aus permanentem Druck über das Board und dem teils absurden Damage-Output mithilfe seiner Waffen waren jedem anderen Deck bis auf eine Ausnahme gnadenlos überlegen.

Nur der Control-Krieger, der getrost als absolut defensiver Gegenentwurf zum aggressiven Dämonenjäger-Archetyp angesehen werden kann, konnte eine einigermaßen annehmbare Siegesquote im Matchup gegen den Meta-Primus vorweisen. Das allein reichte aber nicht. Laut der Hearthstone-Datenbank von Vicious Syndicate war zum Zeitpunkt der letzten Erhebung knapp jedes fünfte Deck (über alle Ränge gesehen) das des Dämonenjägers. In den Legend-Regionen waren es sogar 26 %, in den Top 1000 unfassbare 32 %!

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Um diesem Wahnsinn endlich Einhalt zu gebieten, hat Blizzard gestern Abend einen Patch auf den Weg gebracht, der vor allem das Ziel hatte, den Dämonenjäger wieder angreifbarer und damit die Meta deutlich offener und diverser zu gestalten.

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Insgesamt wurden nur drei Karten abgeschwächt. Mit Drek‘Thar, Mehrfachschlag und dem Drachentöterschuss handelt es sich dabei aber allesamt um elementare Bestandteile des Aggro-Dämonenjäger- und Quest-Jäger-Archetyps.

Drekky T (Drek‘Thar) verliert quasi 50 % seiner Power. Ab sofort beschwört der blinde Ork-Schamane keine zwei, sondern nur noch ein maximal 3 Mana kostendes Minion. Da die neutrale Karte sowohl im Dämonenjäger- als auch im Jäger-Deck gespielt wird, trifft das beide Klassen gleichermaßen hart. Zusätzlich werden der Mehrfachschlag als auch der Drachentöterschuss jeweils um 1 Mana teurer. Für sich gesehen immer noch zwei sehr starke Karten. Nur jetzt - zumindest vorerst - nicht mehr zu stark.

Während damit lediglich drei Karten generft wurden, stehen auf der anderen Seite ganze 18 gebuffte Karten, die bestenfalls einen Weg in die Meta finden sollen. Beim Großteil handelt es sich dabei um Klassenkarten, die aufgrund der Dominanz des Dämonenjägers kaum oder nur sehr selten auf der Ladder zu sehen waren. Konkret geht es dabei um Exemplare des Hexenmeisters, des Priesters und des komplett in der Bedeutungslosigkeit versunkenen Schurken.

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Der Priester, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der letzten Erweiterung noch mit Decks wie dem Switcheroo-Archetyp oder der Selfish Shellfish/Silence - Kombination überzeugen konnte, hat in den letzten Tagen deutlich abgebaut. Auch Blizzard ist das nicht entgangen und buffte mit dem neuen Patch insgesamt vier Priesterkarten. Die Übersicht:

  • Schwarzwasserungetüm: Der Priester-Koloss wird billiger. Von 8 auf 7 Mana.
  • Strudel: Auch der Über-AOE-Zauber kostet ab sofort weniger. 8 anstelle von 9 Mana.
  • Schattenstoffnadel: Andere Art von Karte, aber gleiche Maßnahme. Die Priesterwaffe kostet ab sofort nur noch 1 statt 2 Mana.
  • Schlangenperücke: Der Buff des epischen Zaubers wird verbessert. Anstatt +1|+1 verleiht die Schlangenperücke jetzt +1|+2.

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Eine Klasse, die sich in Sachen Spielrate auf demselben Niveau wie der Priester bewegt - nämlich bei lausigen 6 % - ist der Hexenmeister. Weder der Curse-Lock noch ein Murloc-Archetyp konnte die in ihn sie gesetzten Erwartungen, was das allgemeine Power-Level angeht, erfüllen. Mit folgenden Buffs möchte Blizzard das ändern.

  • Kultist der Sira‘kess: Das fluchverteilende Minion erhält einen permanenten +1|+1-Buff. Für nach wie vor 3 Mana kommt es jetzt auf beachtliche 3|4er-Stats.
  • In die Tiefe gezerrt: Noch eine elementare Karte des Curse-Locks, die verbessert wird: Ab sofort kostet der Zauber nur noch 3 anstelle von 4 Mana.
  • Aszahrischer Plünderer: Verstärkung der Fischmenschen. Der Murloc wird billiger und kostet ab sofort nur noch 2 anstatt 3 Mana, verliert dafür aber auch an Body-Power und kommt nun auf 2|3er-Stats. Die Änderungen gelten auch für den durch ihn erschaffenen Versunkenen Plünderer.
  • Finsterflossenblutsucher: Das nächste Murloc-Upgrade. Der Finsterflossenblutsucher wird billiger, aber verliert dafür auch leicht an Angriffskraft. Ab sofort steht er bei 3|4er-Stats für nur noch 3 Mana.

Noch weniger gespielt als Priester und Hexenmeister wird der Schurke. Auch hier schraubt Blizzard gewaltig am Power-Level der einzelnen Klassenkarten.

  • Zahn von Nefarian: Der kaum beachtete Zauber wird billiger. Anstatt 3 Mana kostet er nur noch 2.
  • Schmugglerin des SI:7: Ab sofort startet der Counter des je nach Anzahl von gespielten SI:7-Karten zufällig beschworenen Minions schon bei 1 und nicht bei 0.
  • Gnoll der Wildpfoten: Der Dominator der Pre-Sunken-City-Zeit ist zurück und wird erneut stärker. Mit 4|5er-Stats bei nur noch 5 Manakosten deutlich besser als zuvor (6 Mana, 3|6er-Stats).
  • Tess Graumähne: Die legendäre Speerspitze des Burgle-Rogue-Archetyps wird billiger. Anstelle von 8 Mana muss man ab sofort nur noch 7 Mana zahlen, um die Party starten zu lassen.
  • Plünderin der Rüpelbande: Die All-Time-Classic-Piratin wird stärker und erhält einen weiteren Lebenspunkt. Ergo 4|4er-Stats für 4 Mana.

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Neben den drei Meta-Sorgenkindern erhalten noch zwei weitere Klassen Buffs. Ausgerechnet Karten der Dämonenjäger- und Jäger-Klasse, deren beste Decks zuvor generft worden sind. Blizzard scheint so den Ideenreichtum und die Experimentierfreude der Spieler hinsichtlich neuer Archetypen anregen zu wollen.

  • Xhilag des Abgrunds: Die Strünke des Dämonenjäger-Koloss werden deutlich stärker. Anstatt 1 zufällig verteilten Schaden, fügen die vier Extra-Körperteile von Xhilag am Ende des Zuges einem zufälligen Gegner 2 Schaden zu. 100 % mehr Damage-Output!
  • Harpunenkanone: Die Jäger-Waffe verringert, nachdem mit ihr angegriffen wurde und ein Wildtier geborgen worden ist, dessen Kosten um 3 Mana anstatt wie gewohnt 2.
  • Haustiersammlerin: Permanenter +1|+1 Buff und damit ab sofort bei 4|4er-Stats für 5 Mana.
  • Azsharischer Säbler: Auch ein potenzielles Ziel der Haustiersammlerin wird stärker. Ab sofort hat das Wildtier 4 anstelle von 3 Angriffspunkten. Gleiches gilt für den von ihm erschaffenen Versunkenen Säbler.

Allein durch die schiere Masse der Kartenänderungen, die der neuste Hearthstone-Patch mit sich brachte, kann man davon ausgehen, dass die Standard-Ladder die nächsten Tage von Deck-Experimenten geprägt sein wird. Ob Illidans Dominanz tatsächlich gebrochen werden konnte und sich gar eine neue Klasse an der Spitze des Feldes positioniert, wird sich zeigen.

Fans einer ausgeglichenen Hearthstone-Meta dürften die nächsten Tage sicherlich genießen.