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StarCraft 2: DreamHack Masters 2021 Winter Season Regionals

StarCraft 2: DreamHack Masters 2021 Winter Season Regionals

Die Winter Season Regionals sind beendet. Zum Abschluss gab es in China nochmal eine echte Überraschung. In Europa konnte sich dagegen ein alter Bekannter erneut die Krone aufsetzen.
Die finalen drei Winter Regionals 2021 hatten einiges an Spannung zu bieten.
Die finalen drei Winter Regionals 2021 hatten einiges an Spannung zu bieten.
© Dreamhack/Blizzard
von Marc Engelbrecht

Die finalen drei Winter Season Regionals im Strategie-Klassiker Starcraft II hatten wieder einiges zu bieten. Vor dem nächsten internationalen Kräftemessen bei den DreamHack Masters Anfang November, mussten die Pros sich erst innerhalb ihrer Region durchsetzen. Von den insgesamt sieben über den Globus verteilten regional begrenzten Divisionen standen die Ergebnisse aus Europa, China sowie Nordamerika noch aus.

Die erfolgreichsten Spieler konnten ihr Ticket für das DH SC2 Masters 2021 im Winter lösen und kämpfen dort um weitere wichtige Punkte auf der ESL Pro Tour 21/22. Aufgrund der Restriktionen durch die Corona-Pandemie können die Teilnehmer aus aller Welt nicht regelmäßig aufeinander treffen. Das Event bietet die nächste Möglichkeit, auch überregional die eigenen Qualitäten zu zeigen. Am Ende der Season stehen sich die besten eSportler dann im Masters Championship 2022 in Katowice gegenüber. Wer konnte sich in den letzten Regionals nun in eine bessere Position bringen?

Europa: Deutsche Überraschung und finnische Dominanz

Der Finne Joona „Serral“ Sotala hat erneut seine Dominanz innerhalb der Star Craft II-Szene unter Beweis gestellt und konnte nach einem zweiten Platz bei der Fall-Ausgabe der europäischen Regionals dieses Mal wieder den Titel erringen. Der Zerg-Spieler blieb in der Gruppenphase ohne Niederlage und setze seinen Siegeszug im Upper-Bracket des Double-Elimination-Formats fort. Auf dem Weg zum Triumph musste sich der 23-Jährige, der aktuell bei Ence eSports unter Vertrag steht, gleich zweimal gegen einen seiner größten Kontrahenten durchsetzen. Team Liquid-Profi Clem musste sich in diesem Turnier allerdings geschlagen geben und konnte so nicht seinen dritten Regional-Titel in Folge einfahren. In der Bo7-Finalserie unterlag er deutlich mit 1-4.

Unter dem größten Teilnehmerfeld der verbleibenden drei Regional Finals war auch der ein oder andere Deutsche zu finden. Die beste Leistung zeigte Protoss-Spieler Tobias „ShoWTimE“ Sieber. Nach einigen schwachen Auftritten in der jüngeren Vergangenheit konnte er dieses mal wieder mit einem beachtlichen dritten Platz auf sich aufmerksam machen. Auch wenn er „Serral“ in einer engen Halbfinal-Serie nur mit 2-3 unterlegen war, hatte der 27-Jährige letztlich gegen die beiden Größen der Division keine Chance.

Nordamerika: Rivalen-Duell im Finale

Ein Blick auf die Final-Paarung der Nordmerika Regionals lässt die Fans des Strategie-Klassikers sicherlich schmunzeln. Im Endspiel trafen mit der kanadischen Spielerin „Scarlett“ und dem amerikanischen Profi „Neeb“ zwei Rivalen aufeinander - mit dem besseren Ende für die Zerg-Spielern. Wer allerdings eines der zahlreichen Marathon-Matches der beiden erwartet hatte, wurde im Grand Final leider enttäuscht. Sasha Hostyn siegte souverän mit 4-2.

Die eigentliche Sensation des Turniers war aber der Weg, den Neeb bis ganz zum Schluss gehen musste, um überhaupt eine Chance auf die Krone Nordamerikas zu haben. In der Gruppenphase konnte er mit dem vierten Platz nur knapp das frühzeitige Ausscheiden verhindern. Lediglich aufgrund einer gewonnenen Map mehr, reichte es für die Qualifikation zur KO-Phase. Auch wenn er sich im Anschluss im Lower-Bracket mit guten Leistungen die Final-Teilnahme verdiente, war die Hürde „Scarlett“ an diesem Tag zu hoch.

China: Magische Aufholjagd stürzt TIME vom Thron

Im China-internen Regional Final ereignete sich eine der bislang größten Überraschungen der jüngeren Star Craft II-Historie. Nach sieben gewonnenen Titeln hintereinander wurde Terran-Spieler „TIME“ in der Winter-Ausgabe nun entthront. Final-Gegner „Cyan“ hatte zuvor sowohl in der Gruppenphase, als auch in der Best-of-Five-Halbfinal-Serie den Kürzeren gezogen.

Doch am Ende behielt der eSportler von Good Game Gaming die Oberhand und sicherte sich die Trophäe. In einer packenden letzten Partie des Bo7-Endspiels konnte sich der Protoss-Spieler zum Sieger küren. Trotz eines 0-3-Rückstandes vollbrachte Huang „Cyan“ Min das Wunder, das die wenigsten Live-Zuschauer noch für möglich gehalten hätten. Es gilt eben immer, an die eigene Chance zu glauben.