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2. Liga: Vitor Pereira drohen Ermittlungen wegen Beleidigung

Pereira drohen DFB-Ermittlungen

Der DFB-Kontrollausschuss hat Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht nach seinen Vorwürfen gegen den 1860-Coach zu einer Stellungnahme aufgefordert.
Vitor Pereira droht mit dem TSV 1860 München der Abstieg
Vitor Pereira droht mit dem TSV 1860 München der Abstieg
© Getty Images
Der DFB-Kontrollausschuss hat Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht nach seinen Vorwürfen gegen den 1860-Coach zu einer Stellungnahme aufgefordert.

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) könnte schon bald gegen Trainer Vitor Pereira vom Zweitligisten 1860 München ermitteln.

Wie ein DFB-Sprecher bestätigte, wurde Pereiras Kollege Torsten Lieberknecht von Eintracht Braunschweig aufgefordert, seine erhobenen Vorwürfe zu konkretisieren.

Lieberknecht hatte nach dem 1:0-Sieg bei den Löwen behauptet, von Pereira massiv beleidigt worden zu sein. Der Portugiese hatte die Vorwürfe als "Lüge" abgetan. Sollte Lieberknecht seine Behauptungen aber aufrechterhalten, könnte das Thema ein Fall für den Kontrollausschuss werden.

Rückendeckung von Ismaik

Investor Hasan Ismaik hatte Pereira unterdessen bereits den Rücken gestärkt. "Aus unserer Sicht ist er der perfekte Trainer für 1860", schrieb Ismaik auf seiner Facebookseite. Er habe "zu keiner Zeit irgendwelche Gedanken daran verschwendet, unseren Trainer Vitor Pereira zu hinterfragen".

Pereira und die Löwen sind nach der Niederlage gegen Braunschweig auf Relegationsplatz 16 abgerutscht. 

Mannschaft in der Bringschuld

Sechzig hat drei Spieltage vor Saisonende nur noch einen Punkt Vorsprung auf Abstiegsplatz 17. "Jetzt ist die Mannschaft in der Bringschuld, um mit Siegen Euer Vertrauen zu rechtfertigen", schrieb Ismaik an die Fans.

Neben zwei Auswärtsspielen in Dresden und Heidenheim steht nur noch ein Heimspiel gegen den VfL Bochum auf dem Restprogramm.

Ismaik will gegen Braunschweig jedoch "viele positive Dinge in der Mannschaft gesehen" haben, "die uns allen Mut für die nächsten Wochen machen sollten". Er könne aber verstehen, fügte der Jordanier an, dass seine Worte "nur bedingt beruhigen, weil die sportliche Situation tatsächlich ernst ist".