Finanzsorgen beim HSV wachsen

Finanzsorgen beim HSV wachsen

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie machen dem Hamburger SV immer mehr zu schaffen. HSV-Vorstand Frank Wettstein schildert die bedrohliche Lage.
Frank Wettstein ist seit 2014 HSV-Finanzvorstand
Frank Wettstein ist seit 2014 HSV-Finanzvorstand
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SID
von SID
am 2. Juni

Der Hamburger SV sieht sich in der Coronakrise an der Grenze seiner finanziellen Belastbarkeit angekommen.

"Das jetzt ablaufende Jahr war aufgrund der Pandemie in der wirtschaftlichen Betrachtung an Herausforderung und Anspruch nicht zu überbieten", sagte HSV-Vorstand Frank Wettstein am Mittwoch auf der Vereinshomepage: "Mittlerweile beträgt der durch Corona realisierte oder noch zu erwartende Umsatzeinbruch für den HSV mehr als 60 Millionen Euro. Das ist weit mehr als im Abstiegsfall."

Rückkehr zur Normalität für HSV "ein langer und steiniger Weg"

Der Umgang damit gestalte sich zunehmend schwierig. "Bisher gelang uns der Ausgleich zu jeweils einem Drittel aus Finanzierungsmaßnahmen, aus Kostenreduktionen und zulasten unserer angesparten Reserven", sagte Wettstein. Er warnte aber: "Das lässt sich nicht ins Unendliche fortsetzen."

Viele im Verein seien "besorgt, ob Gesellschafter, Vorstand oder Aufsichtsrat. Aber auch die Mitarbeiter, Vereinsmitglieder und Fans fragen sich, ob und wann der frühere Zustand wiederhergestellt wird bzw. überhaupt wieder komplett hergestellt werden kann." Die Rückkehr zur Normalität werde "ein langer und steiniger Weg mit großen Herausforderungen".

In der abgelaufenen Zweitliga-Saison hatte der HSV die Bundesliga-Rückkehr als Tabellenvierter im dritten Jahr in Folge verpasst. (Die Tabelle der 2. Bundesliga)