Der Nächste, bitte! Mit Ole Werner soll das rotierende Trainerkarussell bei Werder Bremen endlich zum Stillstand kommen.
Werder Bremen: Ole Werner wird am Montag als neuer Trainer vorgestellt
Führt Werner Werder aus der Tristesse?
Der 33-Jährige ist neuer Chefcoach beim Bundesliga-Absteiger, dies bestätigten die Hanseaten am Sonntagnachmittag.
Schon am Montagnachmittag um 14.00 Uhr wird er das erste Training beim SV Werder leiten und anschließend offiziell vorgestellt.
„Ole ist ein junger, spannender und sehr guter Trainer, der mit seiner Idee Fußball zu spielen sehr gut zu Werder passt“, sagte Werder-Geschäftsführer Frank Baumann.
Werner meinte: „Werder steht für einen mutigen und offensiven Spielstil und für ein geschlossenes Miteinander. Das sind Dinge, mit denen ich mich gut identifizieren kann und bei denen ich mich einbringen werde.“
Füllkrug wünscht sich Ruhe bei Werder
Niclas Füllkrug hoffte bereits am Samstagabend bei SPORT1 nach der 1:2-Pleite bei Holstein Kiel, dass nach den vielen Trainerwechseln jetzt wieder das Sportliche in den Vordergrund rückt: „Es beschäftigt die Mannschaft, es ist schwer. Ich hoffe, dass wir nächste Woche wieder Ruhe reinbekommen.“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der 2. Bundesliga)
Kapitän Ömer Toprak nahm bei SPORT1 vor allem die Spieler in die Verantwortung: „Wir Spieler müssen mehr Verantwortung übernehmen und dürfen keine Ausrede mehr suchen.“
Bei der KSV Holstein hatte Werner zunächst im Nachwuchsbereich gearbeitet, anschließend die U23 trainiert, bevor er dann im September 2019 die Profis übernahm.
In der Saison 2020/21 erreichte er mit seinem Team die Relegation zur Bundesliga und das Pokalhalbfinale. Nach dem siebten Spieltag der aktuellen Saison trat Werner von seinem Posten zurück.
Werner folgt in Bremen auf Anfang
Seit der Trennung von Markus Anfang, dem die mutmaßliche Nutzung eines gefälschten Impfzertifikats zum Verhängnis wurde, galt Werner als die Nummer eins auf der Liste der potenziellen Nachfolger.
Doch die Verhandlungen gestalteten sich schwierig. Werner hatte zwar seine Tätigkeit beim Ligarivalen Holstein Kiel im September beendet, stand aber noch bis zum Saisonende bei den Schleswig-Holsteinern unter Vertrag. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur 2. Bundesliga)
Und so dürfte der einstige Europapokalsieger nicht um eine Ablösesumme für den neuen Trainer herumkommen, schon Anfang musste im Sommer aus seinem Kontrakt bei Darmstadt 98 mit 500.000 Euro herausgekauft werden.
„Der Trainer ist der wichtigste Job im Verein“, rechtfertigte Sport-Geschäftsführer Frank Baumann schon vorab die schmerzhafte finanzielle Transaktion.
Werner wurde auch schon im Sommer nach dem Bundesliga-Abstieg im Sommer als neuer Chefcoach gehandelt. Das Kieler Urgestein aber mochte zu diesem Zeitpunkt seinen langjährigen Arbeitgeber nach dem erst in der Relegation verpassten Bundesliga-Aufstieg nicht im Stich lassen.
Premiere am Freitag gegen Aue
Seine Premiere auf der Werder-Bank wird Werner im Heimspiel am Freitag gegen Erzgebirge Aue erleben. Er wäre damit nach Anfang sowie den beiden Interimslösungen Danijel Zenkovic und Christian Brand der vierte Trainer im vierten Spiel - unrühmlicher Vereinsrekord in der 122-jährigen Klubhistorie.
Mit dem Bremer Ex-Profi Brand an der Seitenlinie ging das Nordderby gegen Kiel verloren, die Hoffnungen an der Weser auf einer sofortige Bundesliga-Rückkehr schwinden somit zusehends. Als Tabellenzehnter beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz drei bereits acht Punkte. (DATEN: Die Tabelle der 2. Bundesliga)
Toprak mahnte angesichts der schwierigen Situation am Osterdeich zur Konzentration auf die eigene Leistung: „Wir sollten jetzt keine Ausreden suchen. Und sollten nicht nach oben oder nach unten, sondern auf uns selbst schauen.“
Brand jedenfalls glaubt, dass sein Trainerkollege Werner in der Hansestadt noch etwas bewegen könnte. „Er wird die richtigen Schlüsse ziehen. Das wird insgesamt sicherlich eine schwere Aufgabe für ihn, aber die Mannschaft ist absolut okay und man kann mit ihr gut arbeiten“, sagte der 49-Jährige, der nun wieder die U19 der Grün-Weißen betreut.
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