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FC Schalke: Malick Thiaw will in diesem Sommer aufsteigen - und schaut zu Salif Sané auf

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FC Schalke: Malick Thiaw will in diesem Sommer aufsteigen - und schaut zu Salif Sané auf

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„Ich habe mir viel von Sané abgeschaut“

„Ich habe mir viel von Sané abgeschaut“

Malick Thiaw von Schalke 04 blickt optimistisch auf den Rückrundenstart. Er spricht deutlich aus, was der Absteiger offiziell nur durch die Blume kommuniziert.
Malik Thiaw hat sich als Schalker Eigengewächs in der ersten Mannschaft festgespielt. Er verrät seine Ziele mit dem Verein und spricht über sein persönliches Vorbild.
Lukas Rott
Lukas Rott

Bundesliga-Absteiger Schalke 04 hat sich nach einem schwierigen Start in der zweiten Liga gefangen.

Der Revierklub geht das Rennen um einen Aufstiegsplatz von Platz vier aus an. Vor dem Rückrundenauftakt gegen Holstein Kiel (2. Bundesliga: FC Schalke 04 - Holstein Kiel, So., ab 13.30 Uhr im LIVETICKER) sieht Innenverteidiger Malick Thiaw auch keinen Grund für falsche Zurückhaltung.

Im SPORT1-Interview spricht der 20-Jährige über die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, die Entwicklung des Teams und sein großes Vorbild.

SPORT1: Herr Thiaw, Gelsenkirchen statt Belek. Wären Sie jetzt lieber in der sonnigen Türkei?

Malick Thiaw: Natürlich haben wir uns auf Belek gefreut, allerdings war es aufgrund der Corona-Pandemie nicht überraschend, dass wir die Reise nicht antreten konnten. Wir haben hier in Gelsenkirchen eine super Anlage, die wir kennen. Wir machen jetzt das Beste aus der Situation. Alle sind sehr fokussiert und haben Spaß.

Thiaw verbindet sich mit Freunden über die Playstation

SPORT1: Wie schwer ist es besonders als junger Spieler, mit der aktuellen Corona-Situation umzugehen? Man muss sich sehr einschränken.

Thiaw: Ja, wie alle anderen Menschen seit fast zwei Jahren auch. Als Fußballer musst du aufpassen, was du in deiner Freizeit machst und kannst eigentlich nur mit deiner Familie zusammen sein, damit du die Mannschaft nicht gefährdest. Deine Freunde siehst du leider nicht mehr so oft. Aber wir müssen an das Allgemeinwohl denken und uns deshalb an die Vorgaben halten.

SPORT1: Wie schwer ist es, die Vorgaben einzuhalten, wenn man seine Freunde sehen und Spaß haben will?

Thiaw: Es ist nicht immer leicht, aber in meiner Situation ist es ohnehin etwas anderes. Die meiste Zeit verbringen wir Spieler sowieso hier auf dem Trainingsplatz. Mit meinen Freunden kann ich mich auch auf andere Art und Weise verbinden. Zum Beispiel über die Playstation.

SPORT1: Können Sie die Leute verstehen, die sich beschweren, wenn die Profis trotz Pandemie in den Urlaub fahren?

Thiaw: Das ist ein schwieriges Thema. Nicht nur Fußballprofis fahren in den Urlaub. Wichtig ist, sich an alle Maßnahmen zu halten und sich bestmöglich zu schützen.

Thiaw: „Es gab Spiele, in denen wir passiv waren“

SPORT1: Jetzt steht die Rückrunde an. Können Sie die Kritik nachvollziehen, dass Schalke in vielen Spielen zu defensiv aufgetreten sind?

Thiaw: Es gab Spiele, in denen wir passiv waren. Aber wir haben uns mit der Zeit gut weiterentwickelt und zuletzt offensiver agiert.

SPORT1: Es gab auch oft die Frage nach dem System. Ob Dreier- oder Viererkette. Wie sehen Sie das?

Thiaw: Man kann auch mit nur einem System erfolgreich sein. Auch mit einer Dreierkette kann man offensiv spielen. Das haben wir zuletzt gut gemacht. Natürlich ist auch die Viererkette immer eine Option, wir Spieler sind offen für beide Systeme.

SPORT1: In den letzten Spielen hatte man das Gefühl, dass es in der Mannschaft klick gemacht hat. Warum erst da?

Thiaw: Da wir im Sommer einen großen Umbruch hatten und mit einer neu zusammengesetzten Mannschaft in die Saison gegangen sind, mussten wir uns erst mal zurechtfinden. Das braucht seine Zeit. Wir sind inzwischen als Team viel enger zusammengerückt, und das zeigt sich jetzt auch auf dem Platz.

Thiaws Beitrag: „Mache auch mal einen Witz“

SPORT1: Sie sind ja auch als junger Spieler schon im Mannschaftsrat. Was haben Sie zu diesem Wir-Gefühl beigetragen?

Thiaw: Ich komme mit jedem Spieler gut klar, mache auch mal einen Witz.

SPORT1: Schalke hat nicht klar angegeben, dass das Ziel der Aufstieg ist. Wie ist das innerhalb der Mannschaft?

Thiaw: Der Verein hat das Ziel ausgegeben, innerhalb der nächsten drei Jahre wieder in die Erste Liga aufzusteigen. Wir als Profis geben immer unser Bestes und streben immer nach dem maximalen Erfolg. Deshalb ist mein Ziel, dieses Jahr aufzusteigen. Dafür geben wir alles und arbeiten jeden Tag.

SPORT1: Warum glauben sie an den Aufstieg?

Thiaw: In erster Linie macht mich der Blick auf die Tabelle optimistisch. Dazu merkt man innerhalb der Mannschaft, dass wir uns stetig verbessern. (DATEN: Die Tabelle der 2. Bundesliga)

Thiaw: „Habe mir von Sané viel abgeschaut“

SPORT1: Welche Rolle spielt ein Aufstieg für ihre persönliche Zukunft bei Schalke?

Thiaw: Damit beschäftige ich mich noch nicht. Wir haben jetzt erstmal 16 wichtige Spiele vor der Brust und die wollen wir so erfolgreich wie möglich gestalten. Alles andere wird man dann sehen.

SPORT1: Wie wichtig ist die Rückkehr von Salif Sané in die Mannschaft, auch für Sie persönlich?

Thiaw: Salif ist für mich sehr wichtig, sowohl auf als auch neben dem Platz. Ich verstehe mich sehr gut mit ihm. Ich kenne ihn ja auch schon etwas länger. Leider hat er Probleme mit Verletzungen gehabt. Aber wir sind alle glücklich, dass er zurück auf dem Platz ist.

SPORT1: Gibt es einen Spieler, zu dem Sie in ihrer Anfangszeit hier bei Schalke hochgeschaut haben?

Thiaw: Das dürfte dann Salif gewesen sein. Er ist ein guter Mentor, ich habe mir viel von ihm abgeschaut.

SPORT1: Sie sind einer der wenigen jungen Spieler, die sich durchsetzen konnten und Stammspieler wurden. Warum haben Sie den Sprung geschafft und zum Beispiel ein Ahmed Kutucu nicht? (NEWS: Alle aktuellen Infos zur 2. Bundesliga)

Thiaw: Das hat unterschiedliche Gründe. Die anderen Jungs sind gute Fußballer, nehmen aber einen Weg. Man kann es nicht immer erzwingen. Aber ich bin mir sicher, dass alle ihr Ziel erreichen werden. Dafür hat jeder von ihnen genug Qualität.

„Es funktioniert nicht ohne Arbeit“

SPORT1: Was macht für sie die Knappenschmiede und speziell Norbert Elgert aus?

Thiaw: Die Knappenschmiede ist sehr familiär, dort wird einem viel beigebracht. Das Erste, was ich dort gelernt habe: Es funktioniert nicht ohne harte Arbeit. Du kannst das größte Talent haben, aber ohne harte Arbeit wirst du nicht erfolgreich sein. Speziell unter Norbert Elgert in der U19 lernst du, neben den fußballerischen Inhalten auch mit Kritik umzugehen und jeden Tag dein Bestes zu geben.

SPORT1: Sie spielen in der deutschen U21-Nationalmannschaft. Warum haben Sie sich für den DFB entschieden?

Thiaw: Ich bin hier in Deutschland aufgewachsen, deshalb war es für mich immer klar.

SPORT1: Träumen Sie davon, schon bald in der A-Nationalmannschaft zu spielen? Haben Sie schon Kontakt zu Hansi Flick?

Thiaw: Direkten Kontakt habe ich aktuell nicht, aber jeder Spieler in der U21 hat den Traum, irgendwann in der A-Nationalmannschaft zu spielen.

SPORT1: Was haben Sie sich persönlich für das neue Jahr vorgenommen?

Thiaw: Ich würde gerne torgefährlicher werden und mit Schalke eine erfolgreiche Saison spielen. Für mich persönlich ist der Aufstieg das große Ziel. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der 2. Bundesliga)

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