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2. Bundesliga: Trotz Alu-Pech - Werder Bremen siegt gegen Darmstadt und schließt zu Tabellenführer St. Pauli auf

Lieberknecht schimpft über Fans

Am 27. Spieltag feiert Werder Bremen einen wichtigen Sieg im Aufstiegsrennen. Dabei profitiert Grün-Weiß von einer langen Überzahl - und sorgt für eine irre Slapstick-Nummer.
Torsten Lieberknecht hatte im Spiel bei Werder Bremen auch viel Redebedarf mit den Fans
Torsten Lieberknecht hatte im Spiel bei Werder Bremen auch viel Redebedarf mit den Fans
© Imago
Am 27. Spieltag feiert Werder Bremen einen wichtigen Sieg im Aufstiegsrennen. Dabei profitiert Grün-Weiß von einer langen Überzahl - und sorgt für eine irre Slapstick-Nummer.

Ende gut, alles gut!

Am 27. Spieltag setzt sich Werder Bremen im Spitzenspiel mit 1:0 gegen SV Darmstadt 98 durch und überholte die Lilien damit in der Tabelle. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der 2. Bundesliga)

Die Jungs von der Weser stehen nun punktgleich (51 Zähler) mit Tabellenführer FC St. Pauli auf Rang zwei. Die Darmstädter rutschen auf den dritten Rang und liegen nur noch einen Punkt vor dem FC Schalke 04. (DATEN: Die Tabelle der 2. Bundesliga)

Allerdings profitierten die Werderaner dabei von einer frühen Roten Karte für Klaus Gjasula. Bereits in der 23. Minute holte sich das Raubein der Gäste die 12. Gelbe Karte der Saison ab - dachten zumindest alle. Aber dann bekam Schiedsrichter Robert Schröder eine Meldung aufs Ohr, er solle sich die Szene nochmal anschauen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur 2. Bundesliga)

Torsten Lieberknecht mit Schiedsrichter und Fans unzufrieden

Nach dem Videostudium kam der Unparteiische zurück aufs Feld und schickte den Darmstädter mit glatt Rot direkt unter die Dusche. Damit hatte das Team von Torsten Lieberknecht knapp 70 Minuten Unterzahl vor sich.

Eine Entscheidung, mit der der Darmstadt-Coach alles andere als einverstanden war. „Ich möchte nicht als schlechter Verlierer dastehen. Es ist ein Foul, aber keine Rote Karte. Wir haben in den letzten Wochen schon viel, viel schlimmere Fouls gesehen. Für mich ist das keine Rote Karte“, erklärte er nach dem Spiel bei SPORT1 und fügte hinzu: „Es ist halt ein Zweikampf, der vorkommt. Und dann ist es auch noch Gjasula. Der hat so viele unberechtigte Gelbe Karten in den letzten Wochen bekommen.“

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Überhaupt war Lieberknecht mit dem Abend in Bremen überhaupt nicht zufrieden. Nach dem Spiel legte er sich noch mit Werder-Fans an, leistete sich ein Wortgefecht neben der Trainerbank. Dazu sagte er nach dem Spiel: „Wenn man immer den Mittelfinger sieht, sag ich irgendwann mal was. Ich hab dann gesagt, dass wir nachher drüber sprechen, aber dann waren sie weg.“

Dazu zog er eine Parallele zu dem Becherwurf in Bochum. „Der eine schmeißt den Becher, der andere schmeißt einen Linienrichter weg und dann verpissen sie sich alle. Hier ist es genauso. Erst haben sie eine große Schnauze und dann sind sie weg.“

Bremer Slapstick-Nummer vor der Pause

Die beste Chance hatten die Hausherren dann kurz vor der Pause. Aber die 43. Minute wurde zur Slapstick-Nummer, die die Bremen-Fans auf der Tribüne verzweifeln ließ. Erst verfehlte Romano Schmid das leere Tor und traf nur den Pfosten, danach blockte er noch den Nachschuss von Eren Dinkci ab. Statt der Führung ging es mit einem torlosen Remis in die Halbzeit.

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Bitter für Dinkci: Der 20-Jährige hat bislang erst ein Tor für Bremen erzielt - bei seinem Profi-Debüt am 19. Dezember 2020 in der Bundesliga gegen den FSV Mainz 05. In der 85. Minute eingewechselt, erzielte er in der 90. Minute den 1:0-Siegtreffer. Seitdem wartet er auf sein zweites Tor für Werder.

Füllkrug erlöst Werder

Aber Bremen kann sich auf Niclas Füllkrug verlassen. Der Stürmer ist in diesem Kalenderjahr in bester Form und sorgte auch an diesem Abend für die Entscheidung. In der 52. Minute gelang ihm sein 9. Tor im Jahr 2022 und insgesamt Treffer Nummer 14. Die Vorarbeit leistete der vorherige Pechvogel Dinkci.

Füllkrug selbst war nach dem Spiel bei SPORT1 auch voll des Lobes für Dinkcis Leistung: „Ich bin stolz auf die Jungs – grade die Jungen. Dass Eren da das Eins-gegen-eins nimmt, das war seine Aufgabe und hat er sehr gut gemacht.“

Der Gelobte selbst zeigte sich nach dem Match ebenfalls sehr zufrieden und wagte schon mal einen Ausblick Richtung Aufstieg: „Das war ein Sechs-Punkte-Spiel. Wir sind jetzt punktgleich mit St. Pauli. Die haben wir auch noch vor der Brust. Wenn wir da gewinnen, sieht es sehr gut aus.“

Danach verpasste Bremen mehrfach die Chance auf die frühe Entscheidung - unter anderem traf Schmid in der 79. Minute zum zweiten Mal nur Aluminium - aber am Ende stand ein 1:0-Sieg und damit der Sprung auf Tabellenrang zwei.

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