Für den Schalker Vorstandsvorsitzenden Bernd Schröder war die Trennung vom russischen Hauptsponsor Gazprom im Zuge des Krieges unausweichlich.
Schalke 04: Trennung von Gazprom war für Bernd Schröder alternativlos
S04-Chef: Gazprom-Deal nicht schmutzig
„Mir persönlich war klar: Das kann nicht weitergehen. Der Schaden für den Verein war zu groß geworden“, sagte Schröder im SZ-Interview. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur 2. Bundesliga)
Der Zweitligist hatte zunächst den Schriftzug von der Trikotbrust genommen und dann die finanziell schmerzhafte Trennung verkündet. „Konnte ich mir eine Situation vorstellen, dass in sechs oder acht Wochen wieder Gazprom auf der Brust stehen würde? Nein“, sagte Schröder.
Er fuhr fort: „Was hätte passieren müssen, um das wieder zu legitimieren? Wenn Herr Putin plötzlich zum Friedensengel mutiert wäre? Das war und ist wahrlich keine reale Aussicht.“
Schröder: Gazprom-Deal „nicht als schmutzig gesehen“
Schröder verteidigte aber auch die umstrittene Zusammenarbeit mit dem staatlichen Energiekonzern: „Ich habe das Bündnis nicht als schmutzig gesehen“, betonte Schröder, der seit Anfang des Jahres Chef des Vorstandes ist.
Dennoch gab er zu: „Hat es zu 100 Prozent mit den Schalker Werten übereingestimmt? Wahrscheinlich nicht. Das muss man so deutlich sagen. Aber war der Gazprom-Vertrag ein Pferd, das quer im Stall stand? Wahrscheinlich auch nicht.“
Inzwischen hat der Verein einen neuen Hauptsponsor gefunden: das aus Gelsenkirchen stammende Immobilien-Unternehmen Vivawest.
„Es kann gut sein, dass wir die Lücke, die Gazprom hinterlassen hat, komplett füllen können“, sagte Schröder.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)