Der Aufstieg ist in Gefahr! Statt nach oben zu schauen, muss der selbsternannte Aufstiegsfavorit Schalke 04 (aktuell Tabellenplatz 16) nach unten gucken. Und inmitten der sportlichen Misere kommt erschwerend hinzu, dass der Pott-Klub weiterhin führungslos ist.
2. Bundesliga: Goretzka-Berater neuer Schalke-Boss?
Goretzka-Berater neuer Schalke-Boss?
Denn nach dem Rauswurf von Dr. Bernd Schröder vor zwei Monaten steht S04 ohne Vereinschef da. Im Hintergrund führt der Aufsichtsrat um Boss Axel Hefer viele Gespräche. Eine Entscheidung soll noch in diesem Jahr fallen. Ein Name hält sich bei der Chef-Suche im blau-weißen Umfeld hartnäckig: Raphael Brinkert!
Der 46-Jährige soll vor zwei Jahren, als sich Schalke für den unbekannten Leverkusener Marketing-Direktor Schröder entschied, bereits ein Kandidat gewesen sein. Fragen die Königsblauen jetzt doch nochmal bei Brinkert nach?
Was für den Marketing-Experten spricht: Der gebürtige Halterner ist Schalke-Fan und innerhalb der Bundesliga-Szene und auf Unternehmensseite bestens vernetzt. Auch berät er beispielsweise Bayern-Star Leon Goretzka in medialen Fragen und ist ein dicker Kumpel von Weltmeister Benedikt Höwedes.
Bislang noch keine Kontaktaufnahme
Viel wichtiger noch für das Profil des neuen Schalke-Chefs: Brinkert könnte dem kriselnden Zweitligisten als ausgezeichneter Sportmarketing-Experte vor allem bei der Suche nach einem neuen Hauptsponsor (Veltins läuft 2024 aus) helfen.
Seit 2018 ist er nämlich Chef einer bekannten Kommunikationsagentur, dirigierte die SPD 2021 um Olaf Scholz zur Kanzlerschaft und berät mit Blick auf die Heim-EM 2024 den DFB und die UEFA. Und auch auf Schalke ist er mit Initiativen wie der Zukunftself kein Unbekannter.
Ist Brinkert wirklich ein Thema auf Schalke? Nicht wenige Fans würden den durchaus streitbaren, meinungsstarken und teils unbequemen Charakter als Chef begrüßen.
Nach SPORT1-Informationen hat es bislang keine Kontaktanfrage seitens Schalke gegeben. „Teilzeit ist für uns ausgeschlossen, das kann man auch gar nicht stemmen“, sagte Hefer kürzlich in der SportBild mit Blick auf die Aufgabenfülle als Schalke-Boss. Heißt: Brinkert müsste wohl von einigen seiner Jobs kürzertreten.
Hefners nächste Patrone muss sitzen
Dem Vernehmen nach soll sich Hefer in guten Gesprächen mit einigen Kandidaten befinden. Nach Schröder, der für viele Außenstehende eher unbekannt und bisweilen farblos erschien, kann sich Hefer keinen zweiten Fehlgriff erlauben.
In einem Mitgliederbrief skizzierte die Schalker Findungskommission das Job-Profil so: „Wir suchen eine/n Top-Manager/in, eine starke Führungskraft, die vorne weg marschiert und Mitarbeitenden wie Fans und Mitglieder mitnimmt auf den Weg, die Chancen und Herausforderungen der Zukunft gemeinsam zu meistern. Sie/Er soll strategisch agieren und umsetzungsstark auftreten. Schalke muss mutig sein und Projekte realisieren, um im harten Wettbewerb langfristig konkurrenzfähig zu bleiben. Natürlich gibt es noch einige weitere Kriterien, an denen wir uns orientieren“, heißt es.
Noch 2023 solle der Suchprozess abgeschlossen werden - so sehe das der Zeitplan vor. Vorrangige Aufgabe seien Vermarktung und Vertrieb - zum Beispiel die Suche nach einem Hauptsponsor ab Juli 2024. Brinkert könnte hierbei sicher helfen.
Fragt Schalke also beim Goretzka-Berater an? Klar ist: Nach Bossen wie Rudi Assauer und Clemens Tönnies sehnen sich die Schalke-Fans wieder nach einer starken Führungspersönlichkeit.