Dass sich der Magdeburger Torhüter Dominic Reimann stets aktiv und mutig am Spielaufbau beteiligt, deswegen oftmals weit vor seinem Kasten steht, ist mittlerweile das Markenzeichen des 26-Jährigen. Doch welche Risiken diese Herangehensweise birgt, haben die Elbestädter nun beim Heimspiel gegen den Karlsruher SC (1:1) zu spüren bekommen.
2. Bundesliga, KSC: Irres Weitschusstor aus dem Mittelkreis
KSC trotz irrem Weitschusstor nur Remis
Bereits in der Anfangsphase leistete sich FCM-Abwehrmann Daniel Heber einen schlimmen Fehlpass im Mittelfeld, der direkt in den Füßen Fabian Schleusener landete. Sofort erkannte der Angreifer der Gäste, dass Reimann abermals aufgerückt war und zog aus rund 40 Metern direkt ab.
So flog das Leder in hohem Bogen über den Keeper hinweg, setzte rechts vor der Torlinie auf und hoppelte dann zur 1:0-Führung des KSC in die Maschen (11.). Für den 31 Jahre alten Schleusener war es nicht nur der vierte Saisontreffer, sondern auch ein Bewerbungsschreiben für das „Tor des Monats“.
Auch Magdeburg trifft traumhaft
Doch die Magdeburger erholten sich von dem frühen Rückschlag, übernahmen zunehmend das Kommando auf dem Rasen und verdienten sich den Ausgleich nach der Pause - der ebenso sehenswert war!
Ahmet Arslan schlug einen Eckstoß von der linken Seite an den kurzen Pfosten. Dort sprang der erst wenige Minuten zuvor eingewechselte Luc Castaignos hoch und leitete den Ball in der Luft mit der Hacke ins kurze Eck weiter (49.).
Ansonsten war beiden Teams anzusehen, dass die jeweiligen Misserfolgsserien dem Selbstvertrauen geschadet haben. Es gab wenig Spielideen im Aufbau, der öffnende Pass in die Tiefe blieb aus. Beide Teams profitierten eher von Fehlern des Gegners.
Der so gut in die Saison der 2. Bundesliga gestartete FCM ist mittlerweile seit vier Spielen sieglos. Auch der Negativtrend der Badener hielt an. Es war erst der zweite Punkt in den letzten fünf Spielen. Daher konnte sich KSC von den unteren Tabellengefilden nicht entscheidend absetzen.