2. Bundesliga>

Lautern-Trainer fassungslos: Schiri-Ärger bei FCK-Pleite

Schiri-Ärger bei Lautern-Pleite

Der 1. FC Kaiserslautern unterliegt Elversberg in Unterzahl. Der Platzverweis ist umstritten. FCK-Trainer Torsten Lieberknecht ist fassungslos.
Schiedsrichter Deniz Aytekin (M.) stellte Leon Robinson vom Platz
Schiedsrichter Deniz Aytekin (M.) stellte Leon Robinson vom Platz
© IMAGO/Jan Huebner
Der 1. FC Kaiserslautern unterliegt Elversberg in Unterzahl. Der Platzverweis ist umstritten. FCK-Trainer Torsten Lieberknecht ist fassungslos.

Die SV Elversberg rückt Tabellenführer Schalke 04 in der 2. Fußball-Bundesliga auf die Pelle. Die Saarländer gewannen das Topspiel beim 1. FC Kaiserslautern mit 3:1 (1:1) und verkürzten den Rückstand auf die Königsblauen auf einen Punkt.

Nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg erzielten Lukas Petkov (45.+6, Foulelfmeter nach Videobeweis), David Mokwa (55.) und Luca Schnellbacher (86.) die Treffer der Gäste. Ein Eigentor von Maximilian Rohr (45.+9) zum zwischenzeitlichen Ausgleich änderte nichts an der ersten Niederlage für das Team von Trainer Torsten Lieberknecht in diesem Jahr. Nach einer Roten Karte gegen Leon Robinson (45.+5) agierten die Gastgeber lange in Unterzahl.

Vor 49.179 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion waren die Gäste in der Anfangsphase die bessere Mannschaft. Vor allem bei Kontern waren die Saarländer gefährlich - auch weil dem FCK zu viele Ballverluste im Spielaufbau unterliefen. Dennoch hätten die Gastgeber eigentlich in Führung gehen müssen. Der Franzose Paul Joly traf aus kurzer Distanz den Pfosten (20.).

FCK-Trainer: „Ich muss mich wirklich zurückhalten“

Elversberg hielt aber weiter gut dagegen. Jan Gyamerah scheiterte an Torhüter Julian Krahl (36.). Bitter für die Pfälzer: Torjäger Ivan Prtajin humpelte noch vor der Pause vom Feld. In der Nachspielzeit überschlugen sich die Ereignisse. Erst verursachte Robinson per Trikotziehen einen Elfmeter und flog vom Platz, Petkov verwandelte zur Führung der Gäste. Durch ein Eigentor von Rohr kamen die Gastgeber aber noch vor der Pause zum Ausgleich.

FCK-Trainer Lieberknecht war mit der Bewertung der Szene durch Schiedsrichter Deniz Aytekin und dessen Team nicht einverstanden. „Ich bin mir nicht mal sicher, ob das ein Ziehen ist. Ich sehe da jetzt nichts... Leute, Leute wirklich... Ich muss mich zurückhalten“, sagte er bei NITRO und ergänzte: Ich finde diese Szene wirklich sehr diskutabel. Ich bin da jetzt wirklich massiv enttäuscht. (...) Mir fehlen die Worte."

Experte Patrick Helmes meinte: „Das darf nicht reichen zum Elfmeter.“

Nach dem Wechsel spielten die Gäste ihre Überzahl eiskalt aus. Mokwa sorgte nach einem schönen Angriff für die erneute Führung. Kaiserslautern hielt kämpferisch dagegen, tat sich in Unterzahl aber schwer, zu klaren Chancen zu kommen.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)