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2. Bundesliga: Rote Karten! Helle Aufregung in Dresden

Darmstadts Serie reißt in Dresden

Die zuvor seit 13 Ligaspielen ungeschlagenen Lilien müssen sich geschlagen geben. Zwei Spieler fliegen vom Platz und Dynamo Dresden klettert aus dem Keller.
Schiedsrichter Lars Erbst stand mit seinen Entscheidungen im Mittelpunkt
Schiedsrichter Lars Erbst stand mit seinen Entscheidungen im Mittelpunkt
© IMAGO/Lobeca
Die zuvor seit 13 Ligaspielen ungeschlagenen Lilien müssen sich geschlagen geben. Zwei Spieler fliegen vom Platz und Dynamo Dresden klettert aus dem Keller.

Der SV Darmstadt 98 hat im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga überraschend gepatzt. Beim Abstiegskandidaten Dynamo Dresden verlor die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt 1:3 (0:2) und verpasste nach dem Ende der Serie von 13 Ligaspielen ohne Niederlage den Sprung an die Tabellenspitze. Für die Lilien ist es die erste Liganiederlage seit dem 0:1 auf Schalke am 24. Oktober.

Vincent Vermeijs Doppelschlag (45./45.+2) ließ die Dresdner jubeln, nachdem Darmstadts Patric Pfeiffer (42.) aufgrund einer Notbremse die Rote Karte gesehen hatte.

Nach Gelb-Rot gegen Jakob Lemmer (53.) spielten auch die Sachsen, die mit dem dritten Heimsieg der Saison vorerst aus der Abstiegszone kletterten, zu zehnt. Christoph Daferner (81.) erhöhte, Yosuke Furukawa (90.) traf spät für die Lilien.

Karten-Drama in der 2. Bundesliga

Im Rudolf-Harbig-Stadion boten die beiden Teams einen munteren Beginn. Die erste gute Chance erarbeiteten sich die Gäste, die unter anderem auf den erkrankten Fraser Hornby verzichten mussten, doch Dynamo-Keeper Tim Schreiber parierte gegen Niklas Schmidt (21.).

Bereits zuvor hatte sich in der 7. Spielminute jedoch die erste Aufregerszene ereignet. Darmstadts Toptorjäger Isac Lidberg startete nach einem Abschlag des eigenen Torhüters frei in Richtung gegnerisches Tor durch und wurde von Thomas Keller zu Fall gebracht.

Aufgrund der noch relativ weiten Distanz zum gegnerischen Tor und einem noch möglichen Eingreifens eines Verteidigers entschied sich Schiedsrichter Lars Erbst jedoch gegen eine Notbremse und zeigte Keller lediglich die Gelbe Karte.

Einmal Gelb, einmal Rot: Kohfeldt echauffiert sich

Kurz vor der Pause überschlugen sich die Ereignisse: Erst rutschte Pfeiffer weg und holte dann Ben Bobzien von den Beinen. Schiedsrichter Lars Erbst stellte den Verteidiger vom Platz – sehr zum Unmut von Kohfeldt, der sich an der Seitenlinie über die unterschiedliche Auslegung der Szenen echauffierte. Dann schlug Vermeij eiskalt zu: erst per Kopf, dann per Volleyschuss.

Der zweite Durchgang begann mit dem nächsten Platzverweis. Nach zwei Fouls innerhalb von wenigen Sekunden war die Partie für Lemmer vorzeitig beendet. Die Gastgeber konzentrierten sich danach stärker auf die Defensive, ehe noch Joker Daferner per Abstauber und auf der Gegenseite der ebenfalls eingewechselte Furukawa trafen.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)