Neuzugang Edin Dzeko sieht den Fußball-Zweitligisten Schalke 04 klar auf Bundesliga-Kurs. „Schalke war immer ein großartiger Verein, der für mich in die Bundesliga gehört“, sagte der Stürmer der Sport Bild. An den Aufstieg glaube er „natürlich sehr“.
Dzeko glaubt an Schalke-Aufstieg: "Gehört in die Bundesliga"
Dzeko erklärt seinen Schalke-Wechsel
Der Routinier betonte zudem, dass finanzielle Aspekte bei seinem Wechsel keine Rolle gespielt hätten: „Ich habe von Anfang an gesagt: Geld ist mir nicht wichtig. Ich hatte andere Angebote, die deutlich lukrativer waren. Aber darum ging es mir überhaupt nicht. Ich habe für diesen Verein gerne auf Geld verzichtet.“
Sportlich zahlt sich die Verpflichtung bislang aus: In seinen ersten fünf Spielen für Schalke erzielte der bosnische Nationalspieler vier Tore und bereitete drei weitere Treffer vor.
Dzeko erzählt kuriose Magath-Anekdote
Wie lange der frühere Bundesliga-Torjäger noch spielen wird, ließ der 39-Jährige offen: „Das kann ich so nicht beantworten, weil ich es noch nicht weiß. Ich bin kein Typ, der einige Monate vorher schon sagen kann, dass er aufhören wird. Ich plane nicht so weit in die Zukunft.“
Dzeko gewann in seiner Karriere unter anderem 2009 mit dem VfL Wolfsburg die deutsche Meisterschaft unter Felix Magath, der für seine besonders harten Trainingsmethoden bekannt war.
„Es hat ein wenig gedauert, sich an den Trainingsstil von Felix Magath zu gewöhnen“, erinnert sich Dzeko: „Aber wenn man so viele Spiele gewinnt, glaubt man daran und macht es mit.“
Eine Anekdote sei ihm besonders im Kopf geblieben: „Ich erinnere mich an einen Tag: Da waren wir mit der Mannschaft im Trainingslager in Norddeutschland. Wir mussten um 7 Uhr aufstehen und dann sofort zum Strand kommen. Da lagen dann Traktoren-Reifen, die wir schleppen mussten. Mit Sprints zwischendurch. Viele Mitspieler kamen zu mir und mussten sich erst einmal übergeben. So etwas vergisst man nicht. Und so etwas schadet keinem Spieler.“
Dzeko suchte selbst Kontakt zu Schalke
Nach seiner Zeit in Wolfsburg gewann er unter anderem mit Manchester City zweimal den Titel in der Premier League. Zuletzt stand der Angreifer bei der AC Florenz unter Vertrag. In Italien geriet er aber aufs Abstellgleis und wollte deshalb nochmal etwas Neues versuchen.
„Ich habe mich gefragt: Was will ich? Was brauche ich? Ich kam zu der Antwort: ein emotionales Stadion mit lauten Fans. Einen Verein, der mich noch einmal mitreißt. Da kam mir plötzlich Schalke in den Kopf“, erklärte Dzeko seine Entscheidung für Schalke.
Dann habe er sein Handy genommen und seinem guten Freund Nikola Katic geschrieben: „Braucht ihr noch einen Stürmer?“
„Er rief mich umgehend an und fragte mich, ob er den Kontakt zum Trainer herstellen solle. Ich habe gesagt: Ja, gerne. Dann kam alles ins Rollen“, erinnerte sich Dzeko.
Weltstar Dzeko wohnt in Gelsenkirchen
Der Bosnier ist nicht der erste Weltstar, der für Schalke aufläuft, sein Wechsel in die zweite Liga war dennoch eine Überraschung.
Anders als viele Schalke-Stars zuvor hat sich Dzeko dazu entschieden nicht ins noble Düsseldorf zu ziehen, sondern in Gelsenkirchen zu wohnen.
„Ich nehme mir nach dem Training bewusst länger Zeit. Wenn ich dann noch eine Stunde nach Düsseldorf fahren müsste, um allein in der Wohnung zu sein, ist das ein zu hoher Aufwand. So brauche ich nur fünf Minuten bis nach Hause. Zumal ich eine nette Nachbarschaft hier habe“, erklärte der Stürmer seine Entscheidung.
Ein weiterer Grund dafür, die nette Nachbarschaft: „Mein sehr guter Freund und Mitspieler Nikola Katic wohnt direkt neben mir. Und Timo Becker wohnt ganz in der Nähe. Da fühle ich mich natürlich sehr wohl.“
In der 2. Bundesliga steht Schalke derzeit an der Tabellenspitze und hat nach der enttäuschenden vergangenen Saison wieder realistische Chancen, nach drei Jahren in die Bundesliga zurückzukehren.
---
Mit Sport-Informations-Dienst (SID)