2. Bundesliga>

Platz zwei: Hannover siegt im Verfolgerduell

Verfolger-Duell: Rückschlag für Hertha

Vier Tage nach dem Ausscheiden im DFB-Pokal-Viertelfinale muss Hertha BSC in der 2. Bundesliga den nächsten Rückschlag verkraften.
Tore am Fließband: Hannovers Benjamin Källman
Tore am Fließband: Hannovers Benjamin Källman
© IMAGO/SID/O.Behrendt
Vier Tage nach dem Ausscheiden im DFB-Pokal-Viertelfinale muss Hertha BSC in der 2. Bundesliga den nächsten Rückschlag verkraften.

Mit dem vierten Sieg in Serie hat Hannover 96 in der 2. Liga zumindest vorübergehend einen direkten Aufstiegsplatz erobert. Das Team von Trainer Christian Titz gewann das Verfolgerduell bei Hertha BSC am Samstag 3:2 (2:0) und schob sich hinter Darmstadt 98 auf den zweiten Tabellenplatz. Im Laufe des Wochenendes können allerdings drei Konkurrenten wieder vorbeiziehen.

„Oben werden fünf, sechs Mannschaften sehr eng beieinander sein bis Saisonende“, sagte Titz bei Sky. „Momentan sind wir eine Mannschaft, die wirklich gut und konstant punktet, deswegen sind wir auch oben dran mit dabei.“

Drei Tage nach dem bitteren Pokal-Viertelfinal-Aus gegen den SC Freiburg im Elfmeterschießen ging es für die Hertha gleich wieder denkbar schlecht los. Nach mehreren Täuschmanövern war Boris Tomiak (8.) für 96 glücklicher Abnehmer eines weiten Freistoßes am zweiten Pfosten - das frühe 0:1.

Hannover zieht Hertha früh den Zahn

Die Hertha-Profis wirkten vor 41.778 Zuschauern lange schlapp, sie brachten bis zur Halbzeitpause kaum einen gefährlichen Angriff vor das gegnerische Tor. Ganz anders Hannover, spielbestimmend und konsequent: Nach einer sehenswerten Kombination über die rechte Seite erzielte Benjamin Källman (29.) sein 13. Saisontor. Zehn Minuten später hätte der Finne beinahe das 14. nachgelegt.

Die Berliner meldeten sich mit wesentlich mehr Schwung und zwei starken Abschlüssen von Fabian Reese (48./49.) zurück - der Kapitän war es dann auch, der einen Foulelfmeter souverän zum Anschlusstreffer verwandelte (53.).

Reese bleibt zuversichtlich

Hannover bekam das Spiel aber wieder in den Griff und verdiente sich das 3:1 durch Noah Weißhaupt (71.), bevor Hertha überhaupt dem Ausgleich nahe kam. Stefan Thordarson (87.) traf sogar noch den Pfosten. Julian Eitschberger verkürzte in der zweiten Minute der Nachspielzeit.

Trotz nun sieben Punkten Rückstand auf die Aufstiegsränge hat Reese den Aufstieg noch nicht abgeschrieben: „Eine ausgeruhte Hertha-Mannschaft ist einfach eine sehr starke Mannschaft meiner Meinung nach, und so werden wir in den nächsten Wochen auftreten und noch etliche Spiele gut bestreiten. Davon bin ich überzeugt.“