2. Bundesliga>

Nach Patzer: Schalke-Coach kritisiert eigenes Team

Deutliche Worte nach Schalke-Patzer

Schalke läuft lange einem Rückstand hinterher. Ein Kracher aus der Distanz rettet zumindest einen Punkt. Trainer Miron Muslic ist dennoch unzufrieden.
Schalke 04 steckt in der Krise. Die letzten fünf Spiele gingen verloren, dazu kommen Gerüchte über Unruhe in der Kabine. Im SPORT1-Exklusivinterview spricht Kapitän Kenan Karaman offen über die aktuelle Formschwäche, die schwierige Phase und die Spekulationen rund um mögliche Spannungen im Team.
Schalke läuft lange einem Rückstand hinterher. Ein Kracher aus der Distanz rettet zumindest einen Punkt. Trainer Miron Muslic ist dennoch unzufrieden.

Schalke 04 hat trotz eines überraschenden Patzers die Tabellenführung in der 2. Bundesliga erfolgreich verteidigt. Das Team von Trainer Miron Muslic kam beim bisherigen Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth spät zu einem 1:1 (0:1) und behauptete mit einem Zähler Vorsprung auf den SC Paderborn den Spitzenplatz.

Mit nur zwei Punkten weniger als Schalke lauern im Aufstiegsrennen Darmstadt 98 auf dem Relegationsrang sowie die SV Elversberg und Hannover 96.

Nach zuletzt zwei Siegen nacheinander schockte Dennis Srbeny (12.) Königsblau früh, trotz zahlreicher Chancen gelang erst durch Dejan Ljubicic (75.) der Ausgleich.

Schalke-Patzer: Muslic wird deutlich

Muslic fand angesichts des Gegentores klare Worte. „Wir können nicht noch aggressiver, noch galliger, noch spritziger sein und noch mehr Ballgewinne wie in den ersten zehn Minuten haben. Dann bekommen wir das 0:1 nach einem Abstoß von uns, wo wir uns nicht an den Plan halten“, meinte er bei Sky.

Der Schalke-Coach nahm seine Spieler in die Pflicht: „Das verlange ich schon von den Spielern, dass sie sich an den Plan halten.“

Auf Nachfrage konkretisierte Muslic, was ihm missfallen habe: „Wir haben eine klare Abstoßvariante und die verlange ich. Die ist anders als das, was wir da gemacht haben. Wenn wir uns da nicht an unsere Struktur und Prinzipien halten, dann verlässt du die Spur, die uns so unglaublich stark macht.“

Den Punkt nehme man mit, „weil wir ihn mitnehmen müssen, weil diese Liga unglaublich ausgeglichen und kompakt ist“, fügte Muslic an.

„Wenn du es nicht richtig machst, wirst du bestraft“

S04-Torhüter Kevin Müller erklärte: „Man hat gesehen, wie schwer jedes Spiel in dieser Liga ist. Jedes Team hat Qualität und wenn du es nicht richtig machst, wirst du bestraft.“

Wegen des späten Rückschlags behält Fürth die rote Laterne, bleibt aber nur wegen der schlechteren Tordifferenz hinter Münster und Magdeburg zurück. Der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt zwei Zähler. „Wir brauchen eigentlich drei Punkte, es sind nicht mehr viele Spiele“, sagte Torschütze Srbeny bei RTL: „Deshalb ist es etwas ernüchternd.“

Der Favorit aus Gelsenkirchen startete ohne den weiter verletzten Stammtorhüter Loris Karius dominant, Edin Dzeko (9.) gab früh einen gefährlichen Warnschuss ab.

Aus dem Nichts ging Fürth allerdings mit dem ersten Angriff in Führung, Srbeny traf nach Pass von Branimir Hrgota flach ins lange Eck. Danach fehlten Schalke etwas die Ideen, Gefahr entstand vor der Pause hauptsächlich durch Standards oder Unsicherheiten von Torhüter Silas Prüfrock.

Dzeko-Eigentor wird einkassiert

Nach dem Wechsel agierte Königsblau etwas zielstrebiger im Spiel nach vorne, Ljubicic vergab eine gute Chance (55.). Dzeko unterlief dann ein unglückliches Eigentor (66.), das aber wegen einer Abseitsstellung im Vorfeld vom Videoassistenten einkassiert wurde.

Anschließend läutete S04 die Schluss-Offensive ein, Ljubicic traf per Kracher aus 25 Metern.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)