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2. Bundesliga: Unfassbar! Ultras sabotieren VAR-Bildschirm

Irre: Ultras sabotieren VAR!

Eine kuriose Panne des VAR - verursacht durch Münsteraner Ultras - überschattet das Zweitligaspiel von Preußen Münster gegen Hertha BSC.
Die letzten Tage von Hertha BSC waren negativ geprägt: Der Aufstieg ist Geschichte, der Trainer stellt  die Mentalitätsfrage und auch innerhalb der Mannschaft brodelt es.
Eine kuriose Panne des VAR - verursacht durch Münsteraner Ultras - überschattet das Zweitligaspiel von Preußen Münster gegen Hertha BSC.

Im Zweitligaspiel von Preußen Münster gegen Hertha BSC 1:2 (0:1) ist es zu einer kuriosen Szene um einen Eingriff des VAR und einen schwarzen Bildschirm gekommen.

Die Fans von Preußen Münster sorgten mit einem Sabotage-Akt für eine VAR-Panne. Die DFB Schiri GmbH bestätigte dem SID einen entsprechenden Bericht der Bild-Zeitung. Ein Foto zeigt einen vermummten Münsteraner Ultra, der zurück in den Fanblock springt, kurz bevor Schiedsrichter Felix Bickel zum Bildschirm läuft.

Ultra zieht den Stromstecker

Der mutmaßliche Übeltäter soll kurz zuvor den Stromstecker des am Spielfeldrands positionierten Bildschirms gezogen haben. Im Münsteraner Fanblock wurde außerdem ein Banner mit der Botschaft „Dem VAR den Stecker ziehen“ entrollt.

Münsters Kapitän Jorrit Hendrix fand im Anschluss bei Sky bemerkenswerte Worte zur besagten Szene: „Die Fans machen auch alles für uns. Dass ein Fan den Stecker rausholt (lacht), finde ich schon komisch und gut eigentlich, weil die Fans wollen auch unbedingt, dass wir gewinnen. Wenn man da alles für machen kann, dann habe ich dafür vollstes Verständnis.“

Verein bedauert Zwischenfall

Sein Arbeitgeber wiederum bedauerte den Vorfall in einer offiziellen Stellungnahme: „Der SC Preußen Münster bedauert den Vorfall und wird alles daransetzen, den oder die Täter zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen. Außerdem wurden umgehend Maßnahmen ergriffen, um vergleichbare Vorfälle für die Zukunft auszuschließen.“

Doch was war zuvor eigentlich passiert?

Nach einem Zweikampf von Münsters Niko Koulis gegen Herthas Michael Cuisance an der Strafraumgrenze ließ Schiedsrichter Felix Bickel zunächst weiterspielen. Der Münsteraner traf den Berliner in der Szene allerdings klar am Fuß. Der VAR in Person von Katrin Rafalski im Kölner Keller meldete sich entsprechend und bat den jungen Referee, sich die Szene nochmal selbst am Bildschirm anzusehen.

Schiedsrichter verlässt sich auf VAR-Kollegin

Der Unparteiische lief zur Seitenlinie, konnte dort jedoch nichts erkennen. Der aufgebaute Bildschirm blieb nämlich zur Verwunderung des Schiedsrichters schwarz. Auch nach längerem Warten tat sich nichts. So blieb Bickel nichts anderes übrig, als sich auf das Urteil seiner Kollegin zu verlassen.

Mit einem schmunzelnden Gesichtsausdruck verkündete der Referee im Anschluss: „Meine Kollegin Katrin Rafalski hat festgestellt, dass ein Foulspiel von Münsters Nummer 24 vorliegt. Die finale Entscheidung: Strafstoß und Gelb für Münsters Nummer 24.“

Winkler mit Lucky Punch

Bickel zeigte auf den Punkt und Koulis den Gelben Karton. Herthas Kapitän Fabian Reese war die Aufregung um die VAR-Panne gleichgültig und brachte seine Berliner vom Punkt mit 1:0 in Führung.

Die Führung der Gäste hatte im zweiten Abschnitt jedoch nicht lange Bestand, denn nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff glich Jannis Heuer für die Hausherren aus.

In der Folge entwickelte sich ein Hin und Her mit Chancen auf beiden Seiten. In der Nachspielzeit gelang der Truppe von Stefan Leitl schließlich der Lucky Punch durch Winkler (90.+4), der die alte Dame zum zweiten Sieg in Folge in der 2. Liga schoss.

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