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2. Bundesliga: Befreiungsschlag für Münster dank Ex-Münchner

Wut nach Slapstick-Patzer

Münster beendet seinen Negativlauf dank eines Ex-Münchners. Eine Slapstick-Szene sorgt für Wut.
Barunschweigs Keeper Elhan Kastrati unterlief ein Slapstick-Patzer
Barunschweigs Keeper Elhan Kastrati unterlief ein Slapstick-Patzer
© IMAGO/Darius Simka
Münster beendet seinen Negativlauf dank eines Ex-Münchners. Eine Slapstick-Szene sorgt für Wut.

Mit einem Doppelschlag in vier Minuten hat Preußen Münster seine rasante Talfahrt in der 2. Fußball-Bundesliga gestoppt. Nach neun Spielen in Folge ohne Sieg setzte sich die Mannschaft von Trainer Alexander Ende nach Rückstand noch mit 2:1 (0:0) im Kellerduell bei Eintracht Braunschweig durch. Münster sprang auf den 13. Tabellenplatz, Braunschweig rutschte nach nur einem Sieg aus den vergangenen sieben Partien auf Rang 16 ab.

Ausgerechnet der gebürtige Münsteraner Lukas Frenkert erzielte per Kopf die Führung für die Gastgeber (56.). Doch Jorrit Hendrix glich nach Zuspiel von Jano ter Horst mit einem präzisen Schuss ins Eck aus (71.). Wenig später drehte Oliver Batista Meier mit einem direkt verwandelten Freistoß das Spiel komplett (75.). Die Schlussphase musste Münster nach Gelb-Rot für Paul Jaeckel (88.) in Unterzahl überstehen.

Batista Meier lässt Münster jubeln

„In so einem wichtigen Spiel drei Punkte zu holen? Da gibt es nichts Besseres. Wir haben dieses Jahr so viel Pech gehabt. Jetzt konnten wir uns belohnen und ich bin maximal glücklich“, so Batista Meier bei Sky.

Es dauerte 20 Minuten, bis das Kellerduell Fahrt aufnahm. Imad Rondic verfehlte mit einer Direktabnahme das Braunschweiger Tor (20.). Auf der Gegenseite scheiterten Erencan Yardimci allein vor Preußen-Keeper Johannes Schenk (24.) und Kevin Ehlers mit einem Kopfball neben das Tor (37.).

Dann jubelte Münster über die vermeintliche Führung. Doch der Slapstick-Treffer von Batista-Meier nach einem kuriosen Missverständnis von Eintracht-Ersatztorhüter Elhan Kastrati und Leon Bell Bell (43.) wurde nach Videobeweis aberkannt, weil der Ball kurz vor dem Schuss ins leere Tor Batista-Meier an den Arm gesprungen war.

„Hättest du abgelegt, hätte das Tor übrigens gezählt. Ich habe keine Ahnung, wer sich diesen Mumpitz ausdenkt, weil es einfach Schwachsinn ist in meinen Augen“, meckerte Sky-Experte Torsten Mattuschka. „Das ist totaler Quark! Wer sich das ausgedacht hat, hatte wohl Stress mit der Mutti zu Hause oder so.“

Wut nach Slapstick-Szene

„Krass“, reagierte Batista Meier. „Wenn das gegen uns dann wäre und das Tor zählt, weil man nach Handspiel ablegt, würde ich ja ausrasten.“

In der Nachspielzeit wurde eine Kopfball von Braunschweigs Salomon Nkoa von der Linie gekratzt (45.+4). Nach der Pause traf Frenkert nach einer Kopfballverlängerung von Ehlers aus kurzer Distanz zur Eintracht-Führung. Doch Münster, zuvor die schlechteste Auswärtsmannschaft der Liga, wehrte sich erfolgreich.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)