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2. Bundesliga: Offenbarungseid: Zweitligist am Boden

Offenbarungseid: Zweitligist am Boden

Für den FC Magdeburg wird die Lage im Tabellenkeller immer brenzliger. Muss der Trainer um seinen Job bangen?
Magdeburg steckt im Tabellenkeller fest
Magdeburg steckt im Tabellenkeller fest
© IMAGO/STEINSIEK.CH
Für den FC Magdeburg wird die Lage im Tabellenkeller immer brenzliger. Muss der Trainer um seinen Job bangen?

Der 1. FC Magdeburg hat den nächsten Rückschlag im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga kassiert. Die Mannschaft des Trainerduos Petrik Sander und Pascal Ibold unterlag dem Karlsruher SC 1:3 (0:1). Nach der dritten Pleite nacheinander wird die Lage im Tabellenkeller für den Vorletzten immer bedrohlicher. Die Partie wurde zum Offenbarungseid und zeigte einmal mehr die Schwächen deutlich auf.

Die Fans redeten nach Abpfiff auf die Spieler ein. „Sie haben gesagt, dass wir da angekommen sind, wo wir Mitte der Hinrunde schon waren und zeimlich weit runtergerutsch sind. Um da wieder rauszukommen, brauchen wir mehr Biss und müssen mehr Zweikämpfe führen“, so Kapitän Dominik Reimann bei Sky. „Es ist zu leicht, gegen uns Tore zu machen. Ich erzähle Woche für Woche das Gleiche und es passiert recht wenig.“

Magdeburg tief im Tabellenkeller

Muss das Trainerduo Petrik Sander und Pascal Ibold also bald gehen? „Nein, weil wir auch mit den beiden die Wende geschafft hatten. Wir sind nun in alte Muster verfallen, aber wir haben es mit den beiden schon ganz anders gezeigt“, meinte Reimann.

Auch Sander will weiter kämpfen. „Ich habe vor gar nichts Angst. Das hat im Fußball nichts zu suchen. Um meine Person muss sich niemand Gedanken machen. Ich versuche, das Beste aus meiner Mannschaft herauszuholen. das wird auch in Zukunft so bleiben.“

Der KSC kann hingegen vor allem dank Louey Ben Farhat aufatmen, der 19-Jährige traf gleich zweimal sehenswert (20./53.), Kapitän Marvin Wanitzek sorgte für den Endstand (87.). In den vergangenen Wochen war es auch für die Karlsruher mit lediglich zwei Siegen aus zwölf Partien inklusive eines 1:5-Debakels beim 1. FC Nürnberg nicht rund gelaufen. Mit nun 33 Punkten verschaffte sich der KSC im Tabellenmittelfeld jedoch weiter Luft. Der FCM, für den Dariusz Stalmach (66.) erfolgreich war, mit 23 Zählern weiter um den Klassenerhalt bangen.

Wackelt Sander in Magdeburg?

In einer ausgeglichenen Anfangsphase waren beide Mannschaften darum bemüht, mit Tempo nach vorne zu spielen. Magdeburg übernahm mehr und mehr die Kontrolle, wurde nach einer Unaufmerksamkeit jedoch direkt bestraft: Nach einem Fehlpass von Jean Hugonet schaltete Wanitzek schnell um und schickte Ben Farhat. Dieser ließ gleich mehrere Magdeburger stehen und traf sehenswert aus rund 15 Metern in den linken Winkel.

In der Folge ließen die Gastgeber nicht nach, doch Ben Farhat schlug erneut zu. Stalmach ließ die Magdeburger durch den Anschlusstreffer zunächst wieder hoffen. KSC-Keeper Hans Christian Bernat sah in der Schlussphase wegen Zeitspiels noch seine fünfte Gelbe Karte und wird somit im Duell mit Dynamo Dresden in der kommenden Woche fehlen.