Große Trauer beim Karlsruher SC: Der langjährige KSC-Profi Srecko Bogdan ist im Alter von 69 Jahren verstorben.
Trauer um früheren Top-Libero der Bundesliga: "Haben ihn geliebt"
Trauer um früheren Top-Libero
Der Zweitligist würdigte Bogdan, der unter seinem Spitznamen „Ceci“ bekannt war, in seinem Nachruf als „ikonischen Abwehrspieler“.
Der Kroate wechselte 1985 für eine Ablöse von 150.000 Mark von Dinamo Zagreb zum damaligen Zweitligisten nach Karlsruhe. Dort schlüpfte Bogdan auf Anhieb in die Rolle des Abwehrchefs. Ein Jahr nach seinem Wechsel gelang ihm unter Coach Winfried Schäfer der Aufstieg in die Bundesliga.
Bogdan führte den KSC in den UEFA-Cup
Als Libero und Kapitän war Bogdan eine wichtige Stütze in Bundesliga-Ära der Nordbadener, für die er in den Achtzigern und frühen Neunzigern 170 Spiele im Oberhaus bestritt.
Er gehörte auch zur Karlsruher Mannschaft, die sich in der Saison 1992/93 als Sechstplatzierter der Bundesliga erstmals für den UEFA-Pokal (heute: Europa League) qualifizierte – Torhüter des Teams war damals der junge Oliver Kahn.
Bogdan begann die Saison noch als Abwehrchef des KSC, verpasste verletzungsbedingt hatte Bogdan dann aber einen Großteil der Spielzeit – die Lücke als Libero füllte der damals 18 Jahre junge Jens Nowotny.
Bogdan beendete seine Karriere im Sommer 1993. Beim späteren 7:0-Sieg gegen den FC Valencia, der als „Wunder vom Wildpark“ in die Geschichte einging, war Bogdan nicht mehr als aktiver Spieler dabei.
Insgesamt lief er neun Jahre für den KSC auf und bestritt 280 Spiele. Dabei erzielte der kopfballstarke Abwehrspieler 27 Tore. Im Anschluss an seine aktive Laufbahn blieb er dem KSC weiter verbunden und arbeitete als Jugendtrainer und Assistenzcoach der Profimannschaft.
Auch Dinamo Zagreb trauert um Bogdan
Auch in seiner kroatischen Heimat war die Trauer um Bogdan groß. Vor seinem Wechsel nach Karlsruhe wurde er mit Dinamo Zagreb einmal kroatischer Meister und zweimal Pokalsieger.
„Unser Ceci, wie wir ihn alle liebevoll nannten, war wunderbar, ein äußerst ehrlicher Kerl“, sagte sein früherer Zimmergenosse und jetziger Ehrenpräsident Velimir Zajec. „Er wusste, wie man Tore schießt, und gleichzeitig sicherte er die Abwehr ab, er war auf allen Positionen gut. Wir alle haben ihn geliebt.“