Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den Einspruch des Zweitligisten Dynamo Dresden abgewiesen. Der Verein muss unter anderem seine Stehblöcke K1 bis K5 während des ersten Heimspiels der neuen Saison am 16. August gegen Darmstadt 98 schließen. Das bestätigte der DFB am Freitag. Außerdem gelten für die nächsten Duelle mit Hertha BSC besondere Vorgaben.
Nach Skandalspiel: DFB bestätigt Strafe für Dynamo Dresden
DFB bestätigt Strafe gegen Dresden
Dynamo hatte zunächst gegen die Einzelrichterentscheidung vom 20. Mai, dann auch gegen das Urteil des Sportgerichts vom 5. Juni Einspruch eingelegt und war damit noch eine Instanz höher vor das Bundesgericht gezogen – ohne Erfolg. Das Urteil bezieht sich auf das „Skandalspiel“ gegen die Hertha am 4. April.
Fan-Krawalle gegen Hertha: Dynamo muss Blöcke schließen
Dort war es zu massiven Ausschreitungen gekommen, weil Fans unter anderem aus dem Dresdner K-Block in Richtung Gästeblock gestürmt waren und Pyrotechnik in diesen geschossen hatten. Das Spiel war zwischenzeitlich für 19 Minuten unterbrochen. Die Berliner waren ihrerseits mit einer Strafe von 152.000 Euro belegt worden.
„Das Beschießen von Menschen mit Feuerwerkskörpern kann nicht ansatzweise hingenommen werden“, sagte der Vorsitzende des DFB-Bundesgerichts, Oskar Riedmeyer, zu dem finalen Urteil: „Ebenso stellt das massenhafte Betreten des Innenraums, das eine Fortsetzung des Spiels unmöglich macht, einen Eingriff in den Wettbewerb dar, der unter allen Umständen verhindert werden muss.“
Neben dem Zuschauerteilausschluss muss Dresden auch die zuvor festgelegte Geldstrafe von 91.200 Euro bezahlen. Zusätzlich zu dem Spiel gegen Darmstadt wurde eine Teilsperrung der besagten Blöcke für eine weitere Partie zur Bewährung ausgesetzt. Bei den nächsten beiden Duellen Dresdens gegen Berlin dürfen zudem jeweils nur die Hälfte der eigentlich verfügbaren Gästetickets verkauft werden. Diese müssen außerdem personalisiert werden.