Der Heimfluch hält an: Der VfL Wolfsburg hat in der 2. Bundesliga den ersten Erfolg im eigenen Stadion seit mehr als sieben Monaten sensationell verspielt.
Irres Torspektakel! Wolfsburg verschenkt Sieg
Irres Torspektakel! Wolfsburg patzt
Die Mannschaft von Tobias Strobl gab dabei eine zwischenzeitliche 3:0-Führung gegen Aufsteiger Energie Cottbus aus der Hand und musste sich nach einem späten Gegentreffer auf der Zielgeraden noch mit einem 4:4 (3:1) zufriedengeben.
„Wir haben Leidenschaft gezeigt. Trotzdem haben wir es nicht gut gemacht, wir sind faul gewesen, wir haben einen Schritt zu wenig gemacht und haben gedacht, das Spiel ist entschieden“, sagte Hauke Wahl bei Sky nach der verrückten Partie.
Trainer Tobias Strobl kritisierte die Chancenverwertung seiner Mannschaft im ersten Durchgang: „Wir verpassen es in der ersten Halbzeit, das eine oder andere Tor mehr noch nachzulegen, weil wir viele Bretter hatten. Du führst 3:0, da darfst du das Spiel nicht mehr aus der Hand geben.“
VfL-Doppelpacker Robert Glatzel verwandelte direkt zu Beginn einen Foulelfmeter (4.), nachdem er selbst bei einem Klärungsversuch von FCE-Keeper Marcel Lotka im Strafraum abgeräumt worden war. Noch vor der Halbzeit schlug er aus kurzer Distanz nach einem Fehler im Spielaufbau der Gäste erneut zu (34.).
Cottbus schockt Wolfsburg in der Nachspielzeit
Vinicius Souza (25.) und Mattias Svanberg trafen (79.) außerdem für Wolfsburg. Doch Luca Erlein (45.+4), King Manu (49.), Tolcay Cigerci (67., Foulelfmeter) und Dmytro Bogdanov (90.+1) belohnten die Cottbuser Offensivbemühungen.
Damit muss Wolfsburg weiter auf den ersten Dreier im eigenen Stadion seit dem 14. Januar warten, als man den späteren Mitabsteiger FC St. Pauli (2:1) geschlagen hatte. Mit acht Punkten mischt Wolfsburg aber weiter vorne mit. Cottbus hat nach zuletzt zwei Niederlagen nun vier Zähler auf dem Konto.
Wolfsburg dominierte die Partie weitestgehend. Cottbus agierte zwar mutig, lud die Wölfe aber immer wieder zu Chancen ein. Diese nutzte unter anderem Glatzel eiskalt. Die Gäste ließen aber nicht nach, in der Schlussphase schenkten sich beide Teams wenig. VfL-Abwehrspieler Mathys Angely sah wegen groben Foulspiels (88.) noch die Gelb-Rote Karte.