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Insolvenzverfahren ohne Folgen?

Insolvenzverfahren ohne Folgen?

Der Deutsche Fußball Bund ermöglicht ein Insolvenzverfahren ohne sportliche Folgen. Unterklassige Vereine haben demnach keinen Punktabzug zu befürchten.
Lionel Messi, Samuel Eto’o, Gary Lineker und viele weitere Stars geben Tipps und zeigen in einem Video der FIFA, wie man sich vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen kann.
Sportinformationsdienst
von Sportinformationsdienst
am 3. Apr

Der Weg für den 1. FC Kaiserslautern und weitere kriselnde Klubs zu einer Insolvenz ohne sportliche Folgen ist frei.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gab am Freitag ein Maßnahmenpaket bekannt, wonach ein in Not geratener Verein der 3. Liga, der Regionalliga oder der höchsten beiden Frauenligen im Falle eines Insolvenzverfahrens zumindest in dieser Saison keinen Punktabzug fürchten muss.

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Atletico Madrid's Portuguese forward Joao Felix reacts to missing a goal opportunity during the Spanish league football match between Club Atletico de Madrid and Levante UD at the Wanda Metropolitano stadium in Madrid on January 4, 2020. (Photo by GABRIEL BOUYS / AFP) (Photo by GABRIEL BOUYS/AFP via Getty Images)
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DFL trifft ähnliche Entscheidung für den Profibereich

Wird das Verfahren in der kommenden Saison eröffnet, werden zudem nur drei Punkte (zwei bei den Frauen) abgezogen.

Eine ähnliche Entscheidung hatte bereits die Deutsche Fußball Liga (DFL) wegen der Coronakrise und den daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen unter der Woche für den Profibereich getroffen.

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Koch: "Saison kann über den 30. Juni hinaus verlängert werden"

Zudem ist es nun möglich, aufgrund der Verschiebungen zeitliche Veränderungen für das Ende der Spielzeit 2019/2020 und den Beginn der Saison 2020/2021 vorzunehmen. Der Grundsatz, dass ein Spieljahr zum 1. Juli eines Jahres beginnt und zum 30. Juni des folgenden Jahres endet, ist für die nächsten 15 Monate aufgehoben.

Der für die Amateure zuständige DFB-Vizepräsident Rainer Koch meinte: "Das bedeutet, die laufende Saison kann, sofern nötig und kein Abbruch gewollt ist, in allen Spielklassen über den 30. Juni 2020 hinaus verlängert und das Spieljahr 2020/2021 zu einem späteren Zeitpunkt begonnen werden oder notfalls sogar ganz oder teilweise entfallen."

Frymuth: "Es ging um Flexibilität und Erleichterungen"

Der für den Spielbetrieb zuständige DFB-Vizepräsident Peter Frymuth sprach nach dem Beschluss des DFB-Vorstands von zwei Zielen.

"Zum einen ging es um größtmögliche Flexibilität in der aktuellen Krisensituation, zum anderen um Erleichterungen für die Vereine. Damit ist eine gute Grundlage geschaffen, um die nächsten Herausforderungen in dieser besonderen Zeit anzugehen."

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