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FC Barcelona: Ilaix Moriba aus dem Profi-Kader gestrichen

Mega-Streit um Barca-Supertalent

Ilaix Moriba gilt bei Barca als Supertalent. Nun wurde der 18-Jährige aber aus dem Profikader für diese Saison gestrichen. Der Grund: ein Mega-Streit um seine Vertragsverlängerung.
Der FC Barcelona verkündet, dass er 1,3 Milliarden Euro Schulden hat. Die ruhmreichen Katalanen haben ein Riesenproblem - war's das für den Mythos Barca?
Ilaix Moriba gilt bei Barca als Supertalent. Nun wurde der 18-Jährige aber aus dem Profikader für diese Saison gestrichen. Der Grund: ein Mega-Streit um seine Vertragsverlängerung.

Noch vor etwas mehr als vier Monaten fühlte sich Ilaix Moriba wie im Märchen.

In den Armen von Lionel Messi und mit großen Augen bejubelte er seinen ersten Pflichtspieltreffer für den FC Barcelona.

“Ich werde das Tor nie vergessen und mit ins Grab nehmen”, erklärte der Teenager wenig später im Interview.

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Nun sieht die Welt des 18-Jährigen aber wieder anders aus. Während Barca am Samstagabend zu einem 1:1 gegen Bilbao kam, war von Moriba keine Spur.

Dabei gilt der Youngster mit einem Marktwert von 25 Millionen Euro als eines der größten Versprechen für die Zukunft.

Barca streicht Moriba aus Profi-Kader

Das Supertalent wurde für diese Saison aber nun komplett aus dem Profikader gestrichen und zurück in die Reserve versetzt.

Der Grund sind aber nicht die Leistungen. In den 18 Pflichtspielen in der vergangenen Saison wusste das Talent im zentralen Mittelfeld stets zu überzeugen.

Vielmehr gibt es hinter den Kulissen einen Mega-Krach um Moriba. Der Jungspund hat nur noch ein Jahr Vertrag und weigerte sich im Sommer, den Kontrakt zu verlängern. (Alles Wichtige zu La Liga)

Moriba ist damit Opfer einer neuen Knallhart-Politik des FC Barcelona, die der Verein nach dem ablösefreien Abgang von Lionel Messi zu PSG nach Ablauf von dessen Vertrag verfolgt.

“Wir wollen nicht, dass es wieder passiert, dass ein Spieler in sein letztes Vertragsjahr geht, ohne dass er verlängern möchte. Wir möchten eine Message senden”, sagte Joan Laporta auf einer Pressekonferenz zu Saisonbeginn. (Tabelle von La Liga)

Koeman greift Moriba-Berater an

Der Präsident fügte an: “Wir werden versuchen, dass sich sein Fall (Messi, Anm. d. Red.) nicht wiederholt. Er (Moriba, Anm. d. Red.) hat noch ein Jahr Vertrag und will die Bedingungen des Vereins nicht akzeptieren. Das akzeptieren wir nicht.”

Coach Roman Koeman geht diesen Weg mit und akzeptiert das Vorgehen des Klubs.

Vor dem Bilbao-Spiel sagte der Niederländer: “Ich habe mit Ilaix gesprochen, vor zwei, drei Wochen. Mehr als Mensch denn als Trainer von Barca. Seine Situation ist für mich schrecklich, denn er ist ein junger Spieler von 18 Jahren. Er hatte letzte Saison die Chance, in der ersten Mannschaft zu spielen, er ist die Zukunft des Klubs. Und jetzt befindet er sich in einer Situation, in der er nicht spielt, nicht bei uns ist.” (Spielplan von La Liga)

Für Koeman ist derweil völlig unverständlich, weshalb Moriba nicht verlängern möchte. Der Trainer griff die Berater an: “Ich weiß vonseiten des Klubs, was er dem Spieler anbieten will - und das ist aus meiner Sicht perfekt. Mein Rat an einen Spieler im Alter von 18 Jahren ist: Geld ist nicht das Wichtigste. Am wichtigsten ist, Spiele zu bestreiten. Das war meine Message. Aber Spieler mit ihrem Umfeld entscheiden sich anders. Ich bin enttäuscht darüber, denn ich denke mehr an den Fußball als an Verträge.”

Geht Moriba zu RB Leipzig?

Nun wird über einen vorzeitigen Abschied des Supertalents spekuliert. Die AS berichtete zuletzt sogar von einem Angebot von RB Leipzig. Die Sachsen sollen zwischen fünf und acht Millionen Euro für den Mittelfeldspieler geboten haben.

Wird Moriba also möglicherweise der Nachfolger für den wohl zu Bayern abwandernden Marcel Sabitzer?

Beim Bundesligisten haben sie jedenfalls gute Erfahrungen gemacht mit Profis aus Guinea. Naby Keita überzeugte von 2016 bis 2018 bei Leipzig und ging dann für 60 Millionen Euro zu Liverpool.

Moriba vor Debüt für Guinea

In der Nationalmannschaft werden sich die beiden wohl bald treffen.

Denn: Moriba, der Guinea mit drei Jahren verließ und in allen Juniorenmannschaften für Spanien spielte, wird künftig für die Afrikaner auflaufen.

Das wurde zunächst von der AS unter der Woche berichtet und später vom Vater des Jungprofis in der Sendung Carussel Deportivo von Cadena SER bestätigt.

Im September soll er dort sein Debüt geben. Ob er sich dann auch mit Keita über Leipzig unterhalten wird?