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Trainerzoff nach Juves Katastrophenstart

Trainerzoff nach Juves Katastrophenstart

Bei Juventus Turin liegen die Nerven blank. Nach der erneuten Niederlage in der Liga kam es zum Zoff zwischen Trainer Massimiliano Allegri und seinem Kollegen Luciano Spalletti.
Cristiano Ronaldo will Juventus Turin verlassen. Das gab Trainer Massimiliano Allegri auf einer Pressekonferenz bekannt.
. SPORT1
von SPORT1
12.09.2021 | 11:39 Uhr

Nach der erneuten Niederlage von Juventus Turin liegen bei Trainer Massimiliano Allegri die Nerven blank. Nach der 1:2-Niederlage beim SSC Neapel kam es zum Zoff mit Neapels Trainer Luciano Spalletti.

In den Katakomben fluchte Allegri über seinen Kollegen. „Du solltest dich schämen“, hörte ihn ein anwesender Reporter in Richtung Spalletti rufen. Spalletti habe sich das gesamte Spiel beim Schiedsrichter beschwert, tobte Allegri weiter.

„Was soll das? Jedes Mal, wenn ich gegen dich verloren habe, habe ich dir fair die Hand gegeben und jetzt, wenn ich dich einmal schlage, willst du den Moralapostel spielen?“, schoss Spalletti zurück.

Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel fuhr Spalletti nach seinem ersten Sieg gegen Allegri seit 2017 fort. „Er soll mir sagen, wann ich mich beschwert habe. Ich kann mich da nicht mehr daran erinnern.“

Er habe versucht, Allegri nach dem Spiel fair die Hand zu geben. Dieser habe ihn aber ignoriert. Als er es in den Katakomben nochmal versucht habe, sei die Lage eskaliert. „Das habe ich wirklich nicht von ihm erwartet.“

Dennoch gebe es für Spalletti langfristig kein böses Blut zwischen ihm und seinem Kollegen. „Klar, das sah nicht gut aus. Aber es gibt keinen Ärger. Ich habe nie etwas Schlechtes über ihn gesagt.“

Juventus startet katastrophal in die Saison

Die Reibereien könnten auch damit zu tun haben, dass bei Allegri und Juventus Turin zum Saisonstart fast nichts zusammengeht. Nach der Begegnung wirkte Juves Trainer fast ratlos: „So ist die Situation leider im Moment, ich kann den Jungs nichts vorwerfen. Fehler haben das Spiel beeinflusst, wir haben zu viele Gelegenheiten verpasst.“

Im Spiel gegen den aktuellen Spitzenreiter war Juventus in der 11. Minute durch Alvaro Morata in Führung gegangen. Für Punkte reichte es aber wie schon zuletzt bei der 0:1-Heimniederlage gegen Aufsteiger FC Empoli nicht. Matteo Politano glich in der 57. Minute aus, eher Kalidou Koulibaly in der 85. Minute zum Sieg für die Neapolitaner traf.

Nach der erneuten Niederlage steht Juventus nach drei Spielen mit nur einem Punkt da. Schon jetzt liegt der Rekordmeister acht Punkte hinter Spitzenreiter Neapel.

Grund genug für Italiens Presse auf den Rekordmeister einzudreschen. „Schwach, fantasielos und ohne Seele, Juve ist nur noch der Schatten seiner selbst“, befand der Corriere dello Sport.

Die Gazzetta dello Sport schoss sich dagegen auf Allegri ein. „Juve, Fehler und Probleme. Wer geglaubt hatte, dass mit Trainer Allegri die Renaissance der Alten Dame beginnen würde, ist schwer enttäuscht worden.“

Eine Chance auf Wiedergutmachung hat Juventus dann schon am Dienstag in der Champions League. Dort tritt die Alte Dame in Schweden bei Malmö FF an.