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Barca lehnte 150 Mio. für Youngster ab

Barca lehnte 150 Mio. für Youngster ab

Der FC Barcelona ist tief verschuldet - als im vergangenen Jahr ein Mega-Angebot für einen heranwachsenden Superstar reinflattert, lehnt man dennoch dankend ab.
Barcelona ist weiter im freien Fall. Gegen Atletico Madrid setzt es die nächste Niederlage, Luis Suarez verhöhnt seinen Ex-Trainer sogar. Ist dieses Barca noch zu retten?
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von SPORT1

Es ist noch nicht allzu lange her, da hat der FC Barcelona einen Schuldenberg von über 1,3 Milliarden Euro offiziell verkündet.

Lionel Messi, das Gesicht des Klubs, musste aus finanziellen Gründen abgegeben werden. Neu verpflichtete Spieler konnten aufgrund einer von der Liga verhängten Gehaltsobergrenze zunächst nicht für den Kader registriert werden.

Man kann also ohne Übertreibung von einer handfesten wirtschaftlichen Krise bei einem der größten Klubs Europas sprechen.

Und dennoch stellte der ehemalige Präsident Josep Maria Bartomeu - den nicht wenige für den finanziellen Absturz mitverantwortlich machen - nun klar: „Bei Barca genießt das Sportliche Priorität. Dann kommt das Wirtschaftliche.“

Mega-Angebot für Barca-Star abgelehnt

Mag allein dieser Satz in Zeiten großer Probleme etwas verwunderlich klingen, wird er noch kurioser, wenn man sieht, in welchem Zusammenhang ihn Bartomeu sagte. In der Marca gab der Ex-Boss, im Oktober vergangenen Jahres zurückgetreten, zu, dass er rund einen Monat vor seinem Abgang die Möglichkeit gehabt hätte, eine Menge Geld für Barca zu generieren.

Wie schon vorher in Spanien berichtet, hatte Barca ein Angebot in Höhe von 150 Millionen Euro für Mega-Talent Ansu Fati vorliegen. Bartomeu bestätigte dies nun: „Dieses Angebot kam von einem englischen Verein. Das Geld wäre direkt in die Saison 2020/21 geflossen.“

Klausel in Fati-Vertrag ungültig?

Aber die sportlichen Geschicke gingen eben vor. Brisant: Fatis Vertrag läuft im kommenden Sommer aus. Dann könnte er seinen klammen Arbeitgeber sogar ablösefrei verlassen. Vorausgesetzt, eine im Vertrag festgelegte Option des Vereins auf eine Verlängerung um zwei Jahre greift nicht. Das behauptet zumindest Fatis Berater Jorge Mendes.

Fati hatte seinen letzten Vertrag samt vereinsseitiger Verlängerungsklausel als Minderjähriger unterschrieben. Mendes sieht die Klausel als ungültig an, weil Spieler in dem Alter laut FIFA-Statuten nur für maximal drei Jahre unterschreiben dürfen.

Bei Barca arbeitet man zwar bereits an einer Vertragsverlängerung - die sich aber mit Blick auf die Finanzen noch schwierig gestalten soll. Mendes soll zudem ein äußerst unbequemer Verhandlungspartner sein.

Fati, der von Messi die Rückennummer 10 erbte, spielt noch für deutlich weniger Gehalt als viele andere Superstars.