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Irrer Platzverweis: Torhüter attackiert Mitspieler

Irrer Platzverweis: Torhüter attackiert Mitspieler

In Nordirland spielen sich verrückte Szenen ab. Einem Torhüter brennen die Sicherungen durch - nach einem Gegentor geht er einem Mitspieler an die Gurgel.
Aaron McCarey geht einem Mitspieler an die Gurgel - und sieht Rot
Aaron McCarey geht einem Mitspieler an die Gurgel - und sieht Rot
© Imago
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von SPORT1

Torhüter ticken seit jeher ein bisschen anders als Feldspieler. Sie werfen sich den Bällen und den Gegenspielern Kopf voraus entgegen, ohne Rücksicht auf Verluste.

Wer das tut, muss geradezu zwangsläufig ab und zu ein bisschen zum Wahnsinnigen werden. Ein gutes, wenn auch ungewöhnliches Beispiel dieser These war am Samstag in der nordirischen Fußball-Liga zu bestaunen.

Denn beim 2:2-Unentschieden gegen den FC Coleraine wurde Torhüter Aaron McCarey vom FC Glentoran vom Platz gestellt, nachdem er einem Mitspieler an die Gurgel gegangen war.

Ja, richtig gelesen. Der Keeper attackierte seinen eigenen Teamkollegen. Auslöser für seinen Wutausbruch war ein Gegentreffer - nachdem der Ball die Linie überquert hatte, rappelte sich McCarey vom Boden auf und stapfte wild gestikulierend auf Bobby Burns zu.

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Bei seinem Mitspieler angekommen wurde er handgreiflich. McCarey wollte Burns womöglich nur am Kragen packen, landete mit der Hand aber auch in dessen Gesicht. Burns ging sofort zu Boden und schlug die Hände vor dem Kopf zusammen.

„Alle verstehen es“

McCarey ließ Burns aber weiterhin nicht los, versuchte ihn wieder auf die Beine zu stellen. Erst als zwei weitere Mitspieler herbeieilten - einer warf mit dem Ball nach McCarey - ließ er von Burns ab.

Für die Aktion sah der Keeper wenig überraschend die Rote Karte.

Durchaus überraschend war, dass Glentoran-Trainer Mick McDermott nach dem Spiel die Szene nicht zu sehr in den Vordergrund rücken wollte. McCarey habe in der Kabine die Hand gehoben und gesagt, dass der Platzverweis nicht hätte passieren dürfen: „Aaron versteht es, Bobby versteht es, alle verstehen es“, sagte der Coach. Ein Riss habe er im Team nicht erkennen können, es sei eine zusammengeschweißte Truppe.

Und zu einer guten Mannschaft gehört halt nun mal häufig auch ein etwas durchgeknallter Keeper.




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