Der Wahlkampf um das DFB-Präsidium mutiert zu einer Schlammschlacht!
DFB-Wahl: Schlammschlacht um Rainer Koch - Ex-Präsidenten Keller, Grindel und Zwanziger fordern Aus - DFB reagiert
Koch-Schlammschlacht! DFB reagiert
Am 11. März soll ein neuer DFB-Präsident gewählt werden. Wenige Tage melden sich drei ehemalige DFB-Spitzen zu Wort. Die drei früheren DFB-Bosse Fritz Keller, Reinhard Grindel und Theo Zwanziger fordern das Aus für den umstrittenen Spitzenfunktionär Rainer Koch. Damit leisten sie indirekt Wahlkampfhilfe für Peter Peters, der am Freitag beim Bundestag in Bonn gegen Bernd Neuendorf antritt.
Ex-Präsidenten: „Beenden Sie das System Koch“
„Aus unserer langjährigen Erfahrung heraus appellieren wir an die Delegierten des DFB-Bundestages: Beenden Sie das System Koch und sorgen Sie für einen echten Neuanfang im DFB“, teilten Keller, Grindel und Zwanziger in einer gemeinsamen Erklärung dem SID mit: „Voraussetzung dafür ist, dass alle Delegierten in geheimen Wahlen und ohne Druck über die Zukunft des DFB entscheiden können.“
Der 63 Jahre alte Koch führt derzeit den Deutschen Fußball-Bund (DFB) gemeinsam mit seinem Co-Chef Hans-Joachim Watzke als Interimspräsident. Er ist zudem 1. DFB-Vizepräsident, Präsident des Süddeutschen Fußball-Verbandes und sitzt im Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA).
Koch werden von seinen Kritikern zahlreiche Verfehlungen und Verstrickungen in dubiose Machenschaften vorgeworfen. Während Präsidentschaftskandidat Neuendorf den langjährigen Funktionär dennoch weiter im DFB-Präsidium und im UEFA-Exko sieht, schloss Peters eine Zusammenarbeit mit Koch aus.
Koch wehrt sich: „Pauschale, diffamierende Äußerungen“
Ob sich die Einlassungen der drei Ex-Bosse tatsächlich auf die Wahl auswirken, scheint offen. Neuendorf gilt nach wie vor als Favorit, weil ihm als Kandidat der Landesverbände die Stimmenmehrheit der Delegierten sicher sein sollte.
Keller kritisierte seinen Intimfeind Koch wie erwartet am heftigsten und bezeichnete ihn als „Spaltpilz“, der „von der Intrige“ lebe: „Sein System ist das des Beschwörens von falschen Feindbildern, des Druckausübens.“ Es gehe ihm „dabei ausschließlich um sich“. Wer Koch weiterhin wähle, „versündigt sich meiner Meinung nach an allen Werten des Fußballs“.
Keller und Grindel mussten allerdings ihrerseits jeweils nach Verfehlungen von ihrem Amt als DFB-Präsident zurücktreten. Darauf wies Koch auch in seiner Reaktion hin. „Die Aussagen – insbesondere von Reinhard Grindel und Fritz Keller – sind absurd. Es handelt sich um pauschale, diffamierende Äußerungen ohne jedwede Fakten und jede Substanz“, ließ Koch den SID wissen: „Fakt ist vielmehr, dass ausschließlich persönliche Verfehlungen zu beiden Rücktritten geführt haben.“
DFB stellt sich vor Koch
Auch die Konferenz der Landes- und Regionalverbände missbillige, so der DFB auf seiner Homepage, die Erklärung der drei ehemaligen Präsidenten. Sie stelle sich „vor den Menschen Rainer Koch“.
Für Keller war im Mai des vergangenen Jahres Schluss, weil er Koch mit einem skandalösen Nazi-Vergleich verunglimpft hatte. Im Hinblick auf Kellers Vorgänger Grindel halten sich die Vorwürfe, wonach Koch in dessen Sturz verwickelt war.
Die drei Ex-Bosse fordern „einen Wandel der Verbandskultur“. Demnach müssen „Machtspiele, Intrigen und Indiskretionen der Vergangenheit“ angehören: „Der DFB steht vor einer entscheidenden Weichenstellung. Beim Bundestag in Bonn müssen die richtigen sachlichen und vor allem personellen Entscheidungen getroffen werden, damit der Fußball wieder im Mittelpunkt steht.“
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)
Der Wahlkampf um das DFB-Präsidium mutiert zu einer Schlammschlacht!
Die drei früheren DFB-Bosse Fritz Keller, Reinhard Grindel und Theo Zwanziger fordern kurz vor Wahl des neuen Präsidenten am Freitag das Aus für den umstrittenen Spitzenfunktionär Rainer Koch.
Damit leisten sie indirekt Wahlkampfhilfe für Peter Peters, der beim Bundestag in Bonn gegen Bernd Neuendorf antritt.
„Aus unserer langjährigen Erfahrung heraus appellieren wir an die Delegierten des DFB-Bundestages: Beenden Sie das System Koch und sorgen Sie für einen echten Neuanfang im DFB“, teilten Keller, Grindel und Zwanziger in einer gemeinsamen Erklärung dem SID mit.
Der 63 Jahre alte Koch führt derzeit den Deutschen Fußball-Bund (DFB) als Interimspräsident. Er ist zudem 1. DFB-Vizepräsident und sitzt im Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA).
Koch werden zahlreiche Verfehlungen vorgeworfen
Koch werden von seinen Kritikern zahlreiche Verfehlungen vorgeworfen.
Während Präsidentschaftskandidat Neuendorf den langjährigen Funktionär weiter im DFB-Präsidium und im UEFA-Exko sieht, schloss Peters eine Zusammenarbeit mit Koch aus.
Keller kritisierte Koch am heftigsten und bezeichnete ihn als "Spaltpilz", der "von der Intrige" lebe: "Sein System ist das des Beschwörens von falschen Feindbildern, des Druckausübens." Es gehe ihm "dabei ausschließlich um sich".
Keller und Grindel mussten ihrerseits jeweils nach Verfehlungen von ihrem Amt als DFB-Präsident zurücktreten.
Darauf wies Koch auch in seiner Reaktion hin. „Die Aussagen – insbesondere von Reinhard Grindel und Fritz Keller – sind absurd. Es handelt sich um pauschale, diffamierende Äußerungen ohne jedwede Fakten und jede Substanz“, ließ Koch den SID wissen: „Fakt ist vielmehr, dass ausschließlich persönliche Verfehlungen zu beiden Rücktritten geführt haben.“
Koch gab zudem an, sich „seit dem Rücktritt von Fritz Keller ausschließlich“ auf seine Aufgaben zu konzentrieren und „gemeinsam mit Hans-Joachim Watzke problemfrei und professionell auf einen ruhig verlaufenden Bundestag“ hinzuarbeiten.
Die Konferenz der Landes- und Regionalverbandspräsidenten missbilligt die Erklärung von drei ehemaligen Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Die Erklärung zielt ausschließlich auf die Beschädigung des Menschen Rainer Koch ab. Sie spaltet und beschädigt die Gemeinschaft aller Vereine, der Landesverbände und des DFB. Die Mitglieder der Konferenz stellen sich vor den Menschen Rainer Koch.