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Vom Bundesliga-Flop zu Spaniens Nations-League-Helden

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Vom Bundesliga-Flop zu Spaniens Nations-League-Helden

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Spanien-Held wollte für DFB spielen

Im März feierte der Ex-Bundesligaspieler Joselu sein Debüt für die spanische Nationalmannschaft - und ist mit 33 Jahren jetzt Spaniens Nations-League-Held. Dabei hätte er wohl auch für den DFB auflaufen können.
Dani Carvajal verwies vor dem Spiel zwischen Spanien und Italien in der Nations League auf die Erfolge der italienischen Mannschaften in den europäischen Klubbewerben und erwartet ein starkes Team.
SPORT1
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von SPORT1
Im März feierte der Ex-Bundesligaspieler Joselu sein Debüt für die spanische Nationalmannschaft - und ist mit 33 Jahren jetzt Spaniens Nations-League-Held. Dabei hätte er wohl auch für den DFB auflaufen können.

Er galt einst als Sturmtalent, hinterließ seine Spuren in der Bundesliga - und ist jetzt Spaniens Nations-League-Held.

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Die Rede ist von José Luis Mato Sanmartín, kurz Joselu, der am 25. März 2023 im Alter von 32 Jahren erstmals für die spanische A-Nationalmannschaft berufen und mit seinem Einsatz im EM-Qualifikationsspiel gegen Norwegen zu Spaniens ältestem Debütanten der Geschichte wurde.

Als wäre seine Überraschungsnominierung nicht genug, schnürte Joselu in nicht einmal zwölf Minuten Spielzeit einen Doppelpack. Drei Tage später kam er auch beim 2:0 gegen Schottland zum Einsatz - dieses Mal ohne zu treffen.

Joselu brachte Spanien ins Nations-League-Finale
Joselu brachte Spanien ins Nations-League-Finale

Keine drei Monate später avancierte Joselu am Donnerstag zum Matchwinner im Nations-League-Halbfinale gegen Italien. Dort wurde der Stürmer in der 84. Minute für Alvaro Morata eingewechselt und entschied die Partie vier Minuten später durch einen Abstauber nach einem doppelt abgefälschten Schuss zum 2:1-Sieg für die Spanier.

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In Hannover und Hoffenheim fragt man sich: Ist das wirklich der Joselu, der es in 79 Bundesliga-Einsätzen auf 30 Torbeteiligungen brachte?

Einst Torschützenkönig mit Álvaro Morata

Joselu brachte es in der abgelaufenen Saison auf 16 Tore für Espanyol Barcelona und lag damit auf dem geteilten dritten Platz der Torschützenliste in La Liga. Diese verhinderte allerdings den Abstieg des Traditionsklubs nicht.

Dabei sah es lange Zeit danach aus, als sollte seine Karriere im Sande verlaufen. Als Sohn spanischer Eltern kam Joselu 1990 in Stuttgart zur Welt und begann tatsächlich im Schwabenland mit dem Fußballspielen, bis seine Eltern im Alter von vier Jahren beschlossen, in die galizische Heimat zurückzukehren.

Nach zahlreichen Jahren in der Nachwuchsabteilung von Celta Vigo wechselte er im Alter von 20 Jahren in die Jugendakademie von Real Madrid, wo er in nur zwei Jahren 40 Tore erzielte und gemeinsam mit Stürmerkollege Álvaro Morata Torschützenkönig in der dritthöchsten Spielklasse Spaniens wurde.

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War Joselu Kandidat für den DFB?

Unter José Mourinho feierte Joselu 2011 gegen Almería sein Debüt, bei dem er direkt ein Tor beisteuerte. Doch zu mehr Einsatzmöglichkeiten bei den Profis der Königlichen sollte es nicht kommen - und seine Reise durch Europa begann.

2012 kehrte der Stürmer nach Deutschland zurück und unterschrieb einen Vierjahresvertrag bei der TSG Hoffenheim. Kurios: Bei seiner Ankunft im Kraichgau fasste er sogar eine Karriere in der deutschen Nationalmannschaft ins Auge, wie er auf der Homepage der Kraichgauer mitteilte: „Mein Wunsch ist es, die deutsche Nationalität annehmen zu können und letztendlich vielleicht sogar für den DFB spielen zu dürfen.“

Daraus wurde bekanntermaßen nichts - auch weil ihm ein nachträglicher Verbandswechsel gemäß der FIFA-Statuten nicht mehr gestattet war, weil er zum Zeitpunkt seines ersten internationalen Einsatzes für Spanien (u.a. U19-EM 2009) nicht im Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit war.

Doch der Stürmer konnte in der Bundesliga nicht an seine Leistungen aus Spanien anknüpfen und wechselte nach einjährigen Stationen in Hoffenheim, Frankfurt und Hannover in die Premier League zu Stoke City. Doch auch in England ließ Joselu seinen Torinstinkt vermissen - und kehrte 2019 nach weiteren Stationen in La Coruna und Newcastle nach Spanien zurück.

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Dort fasste er bei Deportivo Álaves in Spaniens zweiter Liga wieder Fuß und spielte sich mit 36 Toren in drei Jahren zurück in den Fokus spanischer Erstligisten. Im Sommer 2022 folgte schließlich sein Wechsel zu Espanyol Barcelona, wo er sich mit überzeugenden Leistungen die Nominierung für die Nationalmannschaft erspielte.