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3. Liga: Paukenschlag bei 1860 München

Paukenschlag bei 1860 München

Die Sportdirektoren-Position bei den Münchner Löwen ist nach wie vor unbesetzt. Einer der Topfavoriten auf den Posten gehört nach SPORT1-Informationen nicht mehr zum Kandidatenkreis.
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Die Sportdirektoren-Position bei den Münchner Löwen ist nach wie vor unbesetzt. Einer der Topfavoriten auf den Posten gehört nach SPORT1-Informationen nicht mehr zum Kandidatenkreis.

Der TSV 1860 München hat mit Morris Schröter einen weiteren Spieler verpflichtet. Der 27 Jahre alte Mittelfeld-Akteur, der ursprünglich noch bis Mitte 2025 bei Hansa Rostock unter Vertrag stand, gilt als Top-Transfer bei den Löwen.

Eigentlich sollte die Kaderplanung längst ein neuer Sportdirektor übernommen haben, doch diese Personalie gestaltet sich seit Wochen schwierig. Einen Nachfolger für den vor rund einem Monat zu Austria Klagenfurt gewechselten Günther Gorenzel gibt es jedenfalls weiterhin nicht.

Jetzt kann SPORT1 Meldungen des Portals die blaue 24 und der tz bestätigen, wonach Christoph Janker, der Kaderplaner des FC Augsburg, der Favorit auf den vakanten Posten bei 1860 ist. Der 38-Jährige wollte sich auf SPORT1-Nachfrage nicht dazu äußern. Horst Heldt ist dagegen offenbar aus dem Rennen.

Der langjährige Manager des 1. FC Köln und des VfB Stuttgart, der zwischen 1995 und 1999 für die Münchner Löwen kickte, war einer der Kandidaten als Gorenzel-Nachfolger.

Janker der Favorit

Zuletzt hatten einige Medien schon berichtet, dass Heldt bereits kurz vor der Unterschrift beim Drittliga-Klub steht.

Doch wie SPORT1 erfuhr, war dem nicht so. Präsident Robert Reisinger scheint keine Mehrheit für seinen Wunschkandidaten bekommen zu haben. Sowohl die Seite von Mehrheitsgesellschafter Hasan Ismaik, Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer als auch Präsidiumskollegen sollen nicht hinter Heldt gestanden haben.

Reisinger wollte schnellstmöglich einen Gorenzel-Nachfolger präsentieren. Heldt galt eigentlich als der Wunschkandidat von Reisinger. Auf der Mitgliederversammlung hatte der Löwen-Boss zuletzt einen „großen Namen“ versprochen, der Heldt zweifellos gewesen wäre.

„Ich habe mich intern dafür ausgesprochen, eine starke Persönlichkeit zu installieren“, sagte Reisinger. „Aus verschiedenen Gründen hat die Nachfolge länger gedauert als mir lieb war. Die interne Debatte hat bald ein Ende.“

Jacobacci gegen neuen Sportdirektor

Eigentlich war man sich einig, dass ein Sportdirektor, aber kein Sport-Geschäftsführer verpflichtet wird.

Die Investoren-Seite, zu der auch 1860-Trainer Maurizio Jacobacci gehört, der von Investor Hasan Ismaik geholt wurde, möchte keinen Nachfolger für Gorenzel verpflichten, sondern das Geld lieber sparen beziehungsweise in die Mannschaft stecken. Das erfuhr SPORT1 aus dem Umfeld des Vereins.

Jacobacci, Jürgen Jung, Chefscout der Profis und Pfeifer haben bisher die neuen Spieler verpflichtet und würden gerne die Verantwortung für die Kader-Zusammenstellung behalten. Der Kader für die kommende Saison steht weitestgehend.

Unter anderem gehören zu den neuen Löwen: Tarsis Bonga (von Eintracht Braunschweig), Julian Guttau (SC Freiburg II), Manfred Starke (VfB Oldenburg), Marlon Frey (MSV Duisburg) und Kaan Kurt (Borussia Mönchengladbach II). Bis auf Schröter wurden bisher alle neuen Spieler ablösefrei unter Vertrag genommen.

Die jüngste Neuverpflichtung mit dem Ex-Rostocker gibt Jacobacci Recht. Der 60-Jährige möchte weiter keinen neuen Sportdirektor an seiner Seite haben, weiß SPORT1.