Das Jahr 2023 war reich an erfolgreichen Torschützen aus aller Welt. Neben bekannten Superstars wie Harry Kane oder Kylian Mbappé haben es auch ein paar Überraschungs-Kandidaten in die Top 10 geschafft.
Top-Torjäger 2023: Ronaldo an der Spitze - auch ein großer Pechvogel ist dabei
Top-Torjäger: Großer Pechvogel dabei
SPORT1 präsentiert die treffsichersten Profis im abgelaufenen Kalenderjahr.
10. Lautaro Martínez (Inter Mailand/Argentinien): 37 Tore
Lautaro Martínez unter den Top 10 zu sehen, könnte für die Anhänger der Albiceleste eine kleine Überraschung sein. Nachdem der 26-Jährige bereits beim WM-Sieg 2022 eher ein Statist war und ohne Treffer geblieben war, setzte sich diese Nationalmannschaftsflaute im Kalenderjahr 2023 mit null Toren fort.
Dafür ließ es der Top-Angreifer bei Inter Mailand umso mehr krachen. In der Serie A erzielte Martínez 29 Tore und war auch in der Königsklasse mit Treffern im Viertel- und Halbfinale entscheidend am Finaleinzug der Mailänder in der Champions League beteiligt. Zudem traf er beim 2:1-Sieg im Finale der Coppa Italia gegen Florenz doppelt.
8. Barnabas Varga (Paksi FC/ Ferencváros Budapest/Ungarn): 39 Tore
Barnabas Varga gehört nicht zu den großen Namen im Weltfußball, was vor allem daran liegt, dass er in seiner ungarischen Heimat kickt. Das hat er jedoch im Jahr 2023 überaus erfolgreich getan. Der 29 Jahre alte Spätstarter erzielte in der Rückrunde der Vorsaison 16 Treffer für den ungarischen Erstligisten Paksi FC und wechselte im Sommer zu Ferencváros Budapest.
Dort kürte er sich auf Anhieb mit sieben Treffern zum besten Torschützen der Conference-League-Qualifikation. Im weiteren Verlauf blieb auf nationaler und internationaler Bühne erfolgreich, steht aktuell in der Saison wettbewerbsübergreifend bei 17 Treffern. Varga debütierte im März für die ungarische Nationalmannschaft und erzielte vier Tore in sieben Spielen.
8. Santiago Giménez (Feyenoord Rotterdam/Mexiko): 40 Tore
Santiago Giménez gehört zu den größten Talenten im Angriff weltweit. Der 22-Jährige traf im Jahr 2023 unglaubliche 38-mal für den Eredivisie-Meister Feyenoord Rotterdam. Bei der mexikanischen Nationalmannschaft stockt der Motor mit nur zwei Toren hingegen. Allerdings erzielte er im Finale des Gold Cups als Joker den 1:0-Siegtreffer gegen Panama.
5. Romelu Lukaku (Inter Mailand/AS Rom/Belgien): 40 Tore
Mit unglaublichen 15 Toren für die belgische Nationalmannschaft 2023 ist Romelu Lukaku so etwas wie der Anti-Martínez. Dabei war der Sturm-Tank beim WM-Ausscheiden 2022 noch eher mit Slapstick-Einlagen vor dem Tor aufgefallen.
In der Rückrunde der Saison 2022/23 knipste Lukaku als Inter-Leihgabe neunmal in der Liga und zweimal in der Champions League. Ähnlich erfolgreich zeigt sich der 30-Jährige nun auch als Leihspieler der Roma mit acht Toren in der Serie A und fünf Buden in der Europa League.
5. Denis Bouanga (Los Angeles FC/Gabun): 40 Tore
Der frühere Ligue-1-Stürmer (u.a. Saint-Étienne, Lorient) hat in den USA sein sportliches Paradies gefunden. Bouanga erzielte für den Los Angeles FC unfassbare 38 Tore. Darunter fallen 20 in der MLS, fünf in den MLS Playoffs, sechs im Leagues Cup und sieben in der CONCACAF Champions League.
Trotzdem ist der 29-Jährige einer der Pechvögel des Jahres. Los Angeles FC verlor im MLS-Playoff-Finale gegen Columbus und im Campeones Cup gegen Tigres UANL,, unterlag im CONCAF Champions-League-Endspiel dem Club Léon und scheiterte vorzeitig im Leagues Cup. Für Gabun traf er zweimal in der WM-Qualifikation.
5. German Cano (Fluminense): 40 Tore
Der argentinische Routinier hat im Herbst seiner Karriere nochmal mächtig zugeschlagen. Cano schoss Fluminense Rio de Janeiro mit 13 Toren zum Copa-Libertadores-Titel. Zudem drehte er das Campeoanata-Carioca-Finale mit zwei Treffern gegen Flamengo zu Gunsten seines Teams und zeigte sich in Pokal und Liga treffsicher.
Cano hat all seine Buden für Fluminense erzielt. Zu einem Debüt in der argentinischen Nationalmannschaft kam es für den 35-Jährigen nicht.
4. Erling Haaland (Manchester City/Norwegen): 50 Tore
Erling Haaland war mit 44 Treffern für Manchester City der erfolgreichste Angreifer auf Klub-Ebene. Dies machte sich auch in Titeln bezahlt. Die Skyblues gewannen schließlich die Champions League, die Premier League, den UEFA Supercup, den FA Cup und die FIFA Klub-WM. Weniger gut lief es mit der norwegischen Nationalmannschaft. Haaland erzielte zwar sechs Treffer, verpasste mit den Skandinaviern aber die EM-Qualifikation.
2. Kylian Mbappé (PSG/Frankreich): 52 Tore
Kylian Mbappé ließ es mit 42 Toren für PSG und acht Treffern für Frankreich mächtig krachen. Als wirklich erfolgreich wird der pfeilschnelle Angreifer sein Kalenderjahr 2023 aber nicht verbuchen. Im Champions-League-Achtelfinale blieb PSG gegen die Bayern (0:1/0:2) chancenlos und Mbappé ohne Treffer.
Seine Zahlen in der Liga (34 Tore) lesen sich natürlich stark. Hängen bleibt aber wohl vielmehr das erneute frühzeitige Aus in der Champions League und das Wechsel-Theater um Real Madrid, was kurzzeitig sogar in eine Suspendierung mündete.
2. Harry Kane (Tottenham/FC Bayern/England): 52 Tore
Nachdem 18 Pflichtspiel-Tore für Tottenham im ersten Halbjahr 2023 mal wieder nicht reichten, um mit den Spurs Titel zu gewinnen, wechselte der 30-Jährige im Sommer zum FC Bayern. Dort hat er mit 25 Treffern nochmals an Torgefahr gewonnen und befindet sich auf der Jagd nach zahlreichen Rekorden.
Als Kapitän der Three Lions konnte er sich mit neun Toren verdient machen, nachdem er gegen Frankreich bei der WM 2022 einen ganz bitteren Elfmeter vergeben und das Viertelfinal-Aus eingeläutet hatte.
1. Cristiano Ronaldo (Al-Nassr/Portugal): 54 Tore
Es ist kaum zu glauben, jedoch steht am Jahresende mal wieder Cristiano Ronaldo an der Spitze des Torjäger-Rankings. Dabei gilt es jedoch zu bedenken, dass er 44 seiner Treffer in der Wüste für Al-Nassr erzielt hat und die dortige Saudi-Pro-League nicht mit europäischen Top-Ligen vergleichbar ist. „54 - ich werde sagen, wenn es vorbei ist! Danke, Team“, schrieb CR7 auf seiner Instagram-Seite.
An Selbstbewusstsein fehlt es dem 38-Jährigen nicht. Erst kürzlich machte er sich mit Lach- und Affen-Emojis über eine Top-10-Auswahl der IFFHS (International Federation of Football History & Statistics) lustig, in der er nicht auftauchte.
Mit zehn Treffern für Portugal bewies Ronaldo aber auch, dass er es auf der europäischen Bühne noch drauf hat.
Übrigens: Ronaldos ewiger Rivale Lionel Messi hat 2023 für PSG, Inter Miami und Argentinien 28 Tore erzielt.