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Zidane emotional: "99 Prozent der Kommentatoren hätten mich zerstört"

Zidane findet bewegende Worte

In einem Interview äußert sich Zinédine Zidane emotional über einen französischen Fernsehreporter. Dieser kommentierte damals das WM-Finale 2006.
Der bittere Abgang des Zinedine Zidane
Der bittere Abgang des Zinedine Zidane
© IMAGO/Laci Perenyi
In einem Interview äußert sich Zinédine Zidane emotional über einen französischen Fernsehreporter. Dieser kommentierte damals das WM-Finale 2006.

Zinédine Zidane hat in einem Interview mit der französischen L’Équipe besondere Worte für den früheren französischen Fernsehkommentator Thierry Gilardi gefunden. Dieser kommentierte damals das WM-Finale 2006 zwischen Frankreich und Italien, in dem Zidane seine Nerven verlor und Marco Materazzi einen heftigen Kopfstoß gegen die Brust verpasste.

Bis heute ist diese Szene unvergessen. Wie der 2008 verstorbene Kommentator damals reagierte, rührt Zidane immer noch.

Gilardi „hat mich geprägt“

„Als 2006 das im Finale passierte und er sagte: ‚Zinédine. Nicht das, Zinédine, nicht das, Zinédine. Oh nein, nicht das, nicht heute, nicht jetzt, nicht nach allem, was du geleistet hast‘. Er hat Recht", beschrieb Zidane die damaligen Worte des Franzosen,

Zidane sagte weiter: „Jeder hätte mich fertigmachen können, 99 Prozent der Kommentatoren hätten mich zerstört, aber er hat Recht. Er sagt die Dinge aufrichtig. Das berührt mich jedes Mal. Thierry Gilardi hat mich berührt, er hat mich geprägt.“

Der legendäre Spielmacher „liebte auch seine Stimme. Und seine Intelligenz, denn er verstand es, Emotionen zu vermitteln und sie treffend zu beschreiben. Seine Analysen waren schon damals sehr treffend. Er fand die richtigen Worte. Bei ihm hatten sie ihre Bedeutung.“

Zidane beendete damals nach dem Platzverweis im WM-Finale seine aktive Fußballkarriere. Ab 2013 begann er dann seine Trainer-Karriere bei Real Madrid. Erst als Co-Trainer, dann als Cheftrainer der zweiten Mannschaft.

Zwischen 2016 und 2018 sowie 2019 und 2021 war Zidane dann Chefcoach der Königlichen.