Oliver Glasner legte einen kräftigen Sprint hin, rutschte auf dem Bauch durch das Spalier seiner Europapokal-Helden und feierte zum Abschied ausgelassen seinen nächsten Titelgewinn mit Crystal Palace. „Ein fantastischer Abend“, sagte Glasner nach seinem „Diver“ und dem 1:0 (0:0) im Finale der Conference League gegen Rayo Vallecano.
Glasners besondere Party
Glasners besondere Party
120 Jahre blieb Palace ohne Titel, doch unter Glasner setzten die „Eagles“ zum Höhenflug an. Innerhalb von zwölf Monaten holten die Londoner unter dem ehemaligen Bundesliga-Trainer erst den FA Cup im Wembley-Stadion, dann gewannen sie den Supercup in England – und nun vergoldete Glasner seine Ära bei Palace mit dem Europapokal-Triumph.
„Als Trainer kann man nichts alleine erreichen“, sagte Glasner nach seinem letzten Spiel mit Palace bescheiden: „Man braucht ein großartiges Team im Hintergrund und vor allem großartige Spieler und Menschen. Genau das ist diese Mannschaft. Sie halten immer zusammen und arbeiten hart. Vom ersten Tag an haben wir die Einstellung geschaffen, dass alles möglich ist, wenn man hart arbeitet.“
Nächste Glasner-Station unklar
Wo es Glasner als nächstes hinzieht, ist offen. Klar ist aber, dass sie den 51-Jährigen bei Crystal Palace vermissen werden.
„Was er in zweieinhalb Jahren bewirkt hat, ist unglaublich. Drei Titel für Palace, die ersten drei in der Vereinsgeschichte. Die erste Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb und gleich der Sieg. Unglaublich. Er muss einer der besten Trainer sein, die Palace je hatte“, sagte Mittelfeldspieler Adam Wharton.
„Er hat die Einstellung des Vereins grundlegend verändert. Wir wollen nicht nur in der Premier League bleiben und in Europa dabei sein, wir wollen gewinnen und so weit oben wie möglich landen.“