Aufgrund hoher Temperaturen und wegen der Fußball-Weltmeisterschaft werden in diesem Jahr Millionen mexikanischer Schulkinder deutlich verfrüht in die Sommerpause gehen. Ab Anfang Juni könnte es für rund drei Monate keinen Schulunterricht geben, das hat der mexikanische Gesundheitsminister Mario Delgado am Freitag in Aussicht gestellt. Damit Mitausrichter Mexiko die Fußballspiele und Fanmassen bewältigen kann, schließen die Schulen bereits 40 Tage früher als üblich.
Kurioser Plan: Drei Monate schulfrei wegen der WM?
Drei Monate schulfrei wegen der WM?
„Wir werden das Schuljahr am 5. Juni beenden, da in vielen Bundesstaaten bereits hohe Temperaturen herrschen und zudem die Weltmeisterschaft ansteht“, sagte Delgado. Sechs Tage nach dem nun angepassten Ende des Schuljahres eröffnet die mexikanische Nationalmannschaft gegen Südafrika das Turnier.
Nach bisherigem Plan ist der Auftakt des neuen Schuljahrs für den letzten Tag im August angesetzt. Die rund 24 Millionen Schulkinder hätten also zwei Monate und 26 Tage keinen Unterricht. Angesichts dessen überlegen die Behörden noch, den ersten Schultag auf ein früheres Datum zu legen.
Mexiko plant langen Unterrichtsentfall
Der drohende Unterrichtsausfall hatte Kritik von verschiedenen Stellen hervorgerufen. Der unabhängige Thinktank Mexico Evalua warnte ebenso wie Elternvertreter und auch der Arbeitgeberverband Coparmex vor den Auswirkungen eines zusätzlichen Monats ohne Unterricht und schulische Betreuung. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hatte daher bereits angekündigt, dass die Schulbildung nicht unter dem Turnier leiden soll.
Die WM dürfte einem frühen Schulbeginn nicht im Weg stehen. Am 19. Juli findet das Finale in New York statt. Das letzte Spiel in Mexiko ist ein Achtelfinalduell am 05. Juli in der Hauptstadt. Für den weiteren Verlauf sind US-amerikanische Stadien Schauplatz der K.o.-Duelle.