Der deutschen Fußball-Nationalspielerin Laura Freigang droht Ärger mit der Anti-Doping-Behörde. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Hintergrund ist demnach, dass es bei der Kapitänin von Bundesligist Eintracht Frankfurt im Zuge von Kontrollen der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) dreimal zu Meldeversäumnissen gekommen sein soll.
Doping-Verstoß? NADA reagiert auf Freigang-Fall
NADA bezieht Stellung zu Freigang-Fall
„Auch die NADA hat die Medienberichte gesehen und verweist auf das im Standard definierte Vorgehen bei einem Meldepflicht- und Kontrollversäumnis. Die NADA ist für die Prüfung und Feststellung einzelner Strikes (Meldepflicht-/Kontrollversäumnisse) zuständig“, schrieb die NADA am Montag auf SID-Anfrage: „Im letzten Jahr hat die NADA rund 300 Strikes festgestellt, die nach den Anti-Doping-Regeln nicht namentlich veröffentlicht werden.“
„Derzeit“, teilte die NADA weiter mit, liege nach ihrer Kenntnis „kein Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen (Art. 2.4 WADC/NADC, Meldepflicht- und Kontrollversäumnisse) der von Ihnen genannten Spielerin vor“.
Freigang droht Verfahren nach drei Strikes
Ein Dopingverdacht besteht nicht gegen die DFB-Torjägerin, alle ihre Tests seien negativ ausgefallen, schrieb der kicker. Nach SPORT1-Informationen soll Freigang dreimal innerhalb eines Jahres nicht am angegebenen Ort gewesen sein. Laut kicker werde der mögliche dritte Verstoß noch geprüft.
Drei „Strikes“ führen zu einem Disziplinarverfahren, das in diesem Fall vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) durchgeführt werden müsste. Als Strafmaß ist eine Sperre von bis zu zwei Jahren vorgesehen. „Wir bitten um Verständnis, dass wir uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht äußern“, teilte der DFB mit.
Freigang gehört nicht zum Kader der deutschen Fußballerinnen für die Spiele in der WM-Qualifikation am Freitag (20.35 Uhr/ARD) in Köln gegen Norwegen sowie vier Tage später in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana (18.00 Uhr/ZDF). Die 28-Jährige ist auf Abruf nominiert. „Wir sehen andere Spielerinnen auf ihrer Position vor ihr“, sagte Bundestrainer Christian Wück in der Vorwoche über seine Entscheidung.