Auch die Spielergewerkschaft VDV geht mit dem Fußball-Weltverband FIFA und dessen Präsidenten Gianni Infantino hart ins Gericht. „Wenn man so weitermacht und so agiert, muss irgendwann der große Knall kommen“, sagte VDV-Präsident Carsten Ramelow bei Sport1 über Infantinos Investorenpläne und ergänzte: „Deshalb hat es mich nicht überrascht, dass jetzt schon wieder die nächste Idee um die Ecke kommt.“
Fußball>
VDV-Chef Ramelow: "Infantino macht, was er will"
VDV-Chef Ramelow: „Infantino macht, was er will“
Auch auf Spielerseite wird Infantinos Vorhaben, Anteile an der WM zu verkaufen, sehr kritisch gesehen.
Früher Nationalspieler, heute VDV-Chef: Carsten Ramelow
© picture-alliance/dpa/SID/David Inderlied
Im Grunde gehe die FIFA „ihren Weg weiter. Infantino macht am Ende doch das, was er will.“ Ramelow wirbt daher für einen geschlossenen Auftritt der europäischen Ligen und Nationalverbände: „Wir sind längst über den Punkt hinaus, an dem es reicht, nur darüber zu reden oder Kritik zu üben. Jetzt wird es Zeit, dass wir uns dagegen wehren.“
Allerdings sei der Fußball längst verkauft. „Wenn wir uns die WM anschauen, mit dieser Halbzeit – so etwas schaue ich mir gar nicht mehr an. Das hat mit Fußball nichts mehr zu tun“, sagte der frühere Nationalspieler.