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Pikante Offenbarung um frühere Infantino-Mitarbeiterin wirft Fragen auf

Brisante neue Vorwürfe um Infantino

Die UEFA bestätigt, einer ehemaligen Mitarbeiterin von Gianni Infantino eine Abfindung gezahlt zu haben. Einem englischen Medienbericht zufolge hatten die beiden eine Liebesbeziehung - die FIFA weist das zurück.
Die FIFA ist der mächtigste Fußballverband der Welt und zugleich einer der umstrittensten. Milliardenumsätze, politischer Einfluss und zahlreiche Korruptionsskandale haben ihr Image über Jahrzehnte geprägt. Wir werfen wir einen Blick hinter die Kulissen und zeigen, wie aus dem Hüter des Weltfußballs ein Verband wurde, der immer wieder in die Schlagzeilen gerät.
Die UEFA bestätigt, einer ehemaligen Mitarbeiterin von Gianni Infantino eine Abfindung gezahlt zu haben. Einem englischen Medienbericht zufolge hatten die beiden eine Liebesbeziehung - die FIFA weist das zurück.

Nach vielen Wochen, in denen FIFA-Präsident Gianni Infantino scharf in der Kritik stand, belastet ein neuer brisanter Bericht den 56-Jährigen.

Eine ehemalige Mitarbeiterin Infantinos soll bei ihrem Ausscheiden bei der UEFA im Jahr 2011 eine sechsstellige Summe kassiert haben. Das berichtet der britische Telegraph. Infantino war damals Generalsekretär des europäischen Dachverbandes. Brisant: Nach Informationen der Zeitung hatte der heutige FIFA-Boss damals eine Liebesbeziehung mit der Frau.

UEFA bestätigt Zahlung einer Abfindung

Wie die Zeitung schreibt, bekam die Mitarbeiterin nach ihrer Entlassung bei der UEFA auch ein MBA-Studium bezahlt. In einer Stellungnahme am Freitag nahm die UEFA Bezug auf die Vorwürfe und bestätigte die Zahlung einer Abfindung in sechsstelliger Höhe.

Der Kontinentalverband – der inzwischen mit Infantino auf Kriegsfuß steht – habe Kenntnis über die Anschuldigungen.

„Wir sind uns der Vorwürfe bewusst und können bestätigen, dass an die betreffende Person eine Abfindung gezahlt wurde, verbunden mit der Übernahme der Gebühren für einen MBA-Studiengang an einer örtlichen Wirtschaftshochschule. Die Zahlung erfolgte im Einklang mit den damals geltenden Regelungen für ausscheidende Mitarbeiter“, ließ die UEFA verlauten – und verwies außerdem darauf, dass sie seit 2016 ihre Personalregeln verschärft hätte.

Auf die angebliche Liebesbeziehung zwischen Infantino und der Frau ging der Verband nicht konkret ein.

FIFA weist Vorwürfe entschieden zurück

Wie der Telegraph berichtet, wurde die Frau während Infantinos Amtszeit als Generalsekretär zur Managerin befördert und strich ein Gehalt von 160.000 Franken (147.000 Euro) ein.

Michel Platini, der zum damaligen Zeitpunkt Präsident der UEFA war, soll von der Beziehung zwischen Infantino und der Frau informiert worden sein und Infantino vor die Wahl gestellt haben, dass entweder er oder die Mitarbeiterin gehen müsse.

Neben der UEFA – seit 2016 von Aleksander Ceferin geführt – reagierte auch der Weltverband FIFA auf die brisanten Berichte. Ein mögliches Fehlverhalten Infantinos wies der Verband zurück. „FIFA-Präsident Gianni Infantino weist diese Vorwürfe entschieden zurück; sie sind kategorisch unwahr. Jede Andeutung eines unangemessenen Verhaltens oder eines Verstoßes gegen Statuten oder Vorschriften ist diffamierend“, heißt es in einer Stellungnahme.

Gianni Infantino ist seit 2001 mit der Libanesin Leena Al Ashqar verheiratet und hat vier Töchter. Zuletzt war der 56-Jährige wegen kommerzieller Investorenpläne bei der FIFA stark in die Kritik geraten. Diese scheiterten, Infantino verlor den Rückhalt zahlreicher Nationalverbände. Dennoch strebt er eine erneute Wahl zum Präsidenten im März 2027 an.