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FIFA-Machtkampf: Hoeneß zählt Infantino an

Hoeneß zählt Infantino an

Laut dem Bayern-Ehrenpräsidenten wird es bei der Wahl "sehr eng für ihn".
Hoeneß im Trainingslager von Bayern München
Contra Infantino: Uli Hoeneß
© picture-alliance/Kirchner Media/SID/Bahho Kara
Laut dem Bayern-Ehrenpräsidenten wird es bei der Wahl "sehr eng für ihn".

Im FIFA-Machtkampf hat Uli Hoeneß den umstrittenen Präsidenten Gianni Infantino angezählt und räumt ihm nur noch geringe Chancen auf einen Verbleib an der Spitze des Fußball-Weltverbandes ein. „Ich kann ihm nur raten, auf die UEFA zuzugehen und eine Lösung zu finden“, sagte der Ehrenpräsident des deutschen Rekordmeisters Bayern München bei RTL/Sky: „Bei dem, was ich so höre, wird es sonst sehr eng für ihn im Frühjahr, wenn er überhaupt zur Wahl antreten kann.“

Infantino will im März für eine vierte Amtszeit kandidieren. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat dem Schweizer die Unterstützung verweigert, forciert seinen Rückzug und droht mit einem Boykott von FIFA-Turnieren. Erst zuletzt hatte die UEFA in einem öffentlichen Brief zusammen mit den Verbänden aus Nord- und Mittelamerika (CONCACAF) sowie Asien (AFC) die FIFA beschuldigt, ihr Vertrauen durch Täuschung missbraucht zu haben.

Hoeneß: „Das war Infantinos größter Fehler“

Auslöser war Infantinos inzwischen verworfener WM-Investorenplan, den auch Hoeneß scharf kritisiert. „Ich habe nicht für möglich gehalten, dass man auf so eine Idee kommen kann. Auch die ganze Entwicklung, die von Infantino nach vorne getrieben wird: Jetzt waren es 48 Mannschaften, demnächst werden es 64 sein“, sagte der 74-Jährige: „Wir haben unsere Spieler jetzt schon sechs Wochen zur Verfügung gestellt und dann wird das vielleicht noch länger. Das ist unglaublich.“

Für Hoeneß hat der „Fall Balogun“ bei der zurückliegenden WM-Endrunde das Fass zum Überlaufen gebracht. „Herr Infantino hat in seinem Leben im Fußball einige Fehler gemacht, aber das war einer seiner größten“, wetterte der Weltmeister von 1974: „Wenn man einen Mann wie Donald Trump entscheiden oder beeinflussen lässt, ob ein Spieler gesperrt wird oder nicht, ist das der Anfang vom Ende, vom Wettbewerb. Und wenn wir so etwas akzeptieren, dann ist es nicht mehr mein Sport. Das ist für mich ein Ding der Unmöglichkeit gewesen.“