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Infantino knickt ein! FIFA gibt Investorenpläne auf

FIFA-Wende! Das sagt Infantino

Nach starkem Widerstand macht FIFA-Präsident Gianni Infantino einen Rückzieher und gibt seine Investorenpläne auf. In einem Statement begründet er seine Entscheidung.
FIFA-Präsident Gianni Infantino plant, kommerzielle Rechte an Investoren um Donald Trump zu verkaufen. Die UEFA und die CONCACAF wehren sich vehement und drohen sogar mit einem Boykott.
Nach starkem Widerstand macht FIFA-Präsident Gianni Infantino einen Rückzieher und gibt seine Investorenpläne auf. In einem Statement begründet er seine Entscheidung.

Der Fußball-Weltverband FIFA hat nach massiver Kritik seine Investorenpläne aufgegeben. Das teilte Präsident Gianni Infantino in der Nacht von Freitag auf Samstag in einem Statement mit.

„Nachdem wir uns alle Standpunkte aufmerksam angehört haben, ist deutlich geworden, dass das Projekt zu Spaltungen geführt hat, die – unabhängig vom Ausmaß der Unterstützung – nicht mehr im Interesse des ursprünglich angestrebten Ziels liegen“, sagte Infantino: „Daher wird dieser Vorschlag nicht weiterverfolgt.“

FIFA wollte Mitgliedsverbände stärken

Er verwies darauf, dass das Projekt „FIFA Forward Enterprise“ eine Grundlage schaffen sollte, um die FIFA-Mitgliedsverbände und den Fußball weltweit weiter zu stärken – insbesondere in den Ländern, in denen Unterstützung am dringendsten benötigt werde.

„Von Anfang an haben wir zudem klargestellt, dass dies nur umgesetzt werden soll, wenn eine Mehrheit der FIFA-Mitgliedsverbände das Vorhaben unterstützt und es einem Konsultationsprozess mit ihnen, dem FIFA-Rat, den Konföderationen und weiteren Interessengruppen unterliegt“, erklärte Infantino weiter.

Das Anliegen der FIFA sei es die ganze Zeit gewesen, und laut dem Präsidenten werde es auch künftig sein, den Fußball zu vereinen und weiterzuentwickeln. „Mein Ziel ist es nun, in den kommenden Tagen und Wochen alle Beteiligten wieder an einen Tisch zu bringen – im Geist des gemeinsamen Interesses an unserem Sport und mit dem Ziel, den Fußball überall auf der Welt weiter wachsen zu lassen, insbesondere in den Ländern, die unsere Unterstützung am dringendsten benötigen“, meinte der 56-Jährige abschließend.

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Scharfe Kritik und Boykott-Ankündigung

Der Weltverband hatte am Dienstag mitgeteilt, dass dieser die Gründung der FIFA Forward Enterprise (FFE), einer Tochtergesellschaft, die alle kommerziellen Aktivitäten und Turnierorganisationen bündeln sollte, plane.

Medienberichten zufolge hatte Infantino den Mitgliedsverbänden eine Zustimmungsfrist bis zum 19. September gesetzt, die Verbände sollten mit hohen Summen und der Aussicht auf eine nochmals erweiterte WM geködert werden. Eine einfache Mehrheit hätte ausgereicht, um das Vorhaben umzusetzen.

Am Donnerstag hatte dann zunächst die UEFA einen Boykott aller FIFA-Turniere angekündigt, sollte Infantino seinen Investorendeal durchdrücken. Dieser Gegenwehr schlossen sich CONCACAF, der Verband für Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik, und die asiatische Fußball-Konföderation (AFC) an.

Infantino-Vertrauter tritt zurück

Der Druck auf Infantino wuchs, am Freitag trat auch sein leitender Berater Carlos Cordeiro aus Protest zurück. In einer Stellungnahme schreibt Cordeiro: „Als leitender Berater des FIFA-Präsidenten, ehemaliger Banker und lebenslanger Fußballfan kann ich nicht tatenlos zusehen, wie die FIFA den Verkauf einer Beteiligung an der Weltmeisterschaft in Erwägung zieht. Lassen Sie mich eines klarstellen: Ich war an diesem Vorschlag in keiner Weise beteiligt und lehne ihn entschieden ab. Es ist ein schlechtes Geschäft für die FIFA-Mitgliedsverbände, ein schlechtes Geschäft für den Fußball und ein schlechtes Geschäft für die langfristige Zukunft dieses Sports.“

—– Mit Sport-Informations-Dienst (SID)