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Wichtiger Verband fordert Gianni Infantinos Ablösung - und mehr

KNVB will Infantinos Ablösung

Die Niederländer laden alle 211 Mitgliedsverbände der FIFA nach Amsterdam ein, um über Reformen des Weltverbands zu sprechen.
Nach der aufgehobenen Roten Karte von US-Stürmer Folarin Balogun bei der WM übt UEFA-Präsident Aleksander Ceferin scharfe Kritik an der FIFA. Die Einmischung von Donald Trump sei "schockierend".
Die Niederländer laden alle 211 Mitgliedsverbände der FIFA nach Amsterdam ein, um über Reformen des Weltverbands zu sprechen.

Der niederländische Fußballverband KNVB hat sich von FIFA-Präsident Gianni Infantino distanziert – und gleichzeitig einen Anstoß für eine Reform des Weltverbands gegeben. „Wir sind der Ansicht, dass die FIFA ab 2027 eine neue Führung benötigt. Ein neuer Präsident allein genügt jedoch nicht. Auch die Art und Weise, wie die FIFA geführt wird, muss sich ändern“, hieß es in einer Mitteilung am Sonntag. Dazu will der KNVB einen Zukunftsgipfel in Amsterdam ausrichten.

„Für uns muss es in dieser Diskussion um mehr als nur Gianni Infantino gehen. Die entscheidende Frage lautet: Welche Art von FIFA braucht der Fußball? Unser Ziel ist klar: eine starke und glaubwürdige FIFA, die dem Fußball gehört, ihren Mitgliedern dient und den Fußball weltweit weiterentwickelt“, schrieb der Verband.

Der KNVB nannte konkret drei Verbesserungsvorschläge: eine bessere Gewaltenteilung, einen globalen Fußballkodex, der soziale Aspekte wie Menschenrechte und Fairness stärker berücksichtigt, sowie 90 Prozent der ausschüttungsfähigen Einnahmen, die in den Fußball reinvestiert werden sollen.

Niederländer schlagen „internationalen Gipfel zur Zukunft der FIFA vor“

Das, betonte der KNVB, sollte aber „kein europäischer Plan für den Rest der Welt sein. Wir wollen diese neue Richtung gemeinsam mit den 211 FIFA-Mitgliedsverbänden und den Konföderationen aus aller Welt entwickeln.“

Daher schlagen die Niederländer „einen internationalen Gipfel zur Zukunft der FIFA vor“. Schließlich müsse erst festgelegt werden, „welche Art von FIFA wir wollen. Erst dann können wir die Führungskräfte identifizieren, die diesen Wandel umsetzen können“.

Wer der Einladung zur Diskussion folgen wird, ist noch offen. Der KNVB wies aber darauf hin, seine Vision bereits UEFA-Präsident Aleksander Ceferin mitgeteilt zu haben.

FIFA-Wahl: Im März 2027 wird es ernst

Die Wahl zum FIFA-Präsidenten findet im März 2027 in Rabat statt, entschieden wird sie durch eine Mehrheit der 211 Mitglieder. Derzeit ist Infantino der einzige Kandidat. Neben einem von Ceferin in Aussicht gestellten Herausforderer aus Europa könnte der kanadische CONCACAF-Präsident Victor Montagliani als Herausforderer auftreten.

Neben der UEFA ist der Verband für Nord-, Mittelamerika und die Karibik ebenso wie der asiatische Verband AFC einer der lautesten Kritiker des FIFA-Präsidenten.

Alle drei Verbände unterzeichneten kürzlich eine gemeinsame Erklärung mit dem Ziel, die „Fußballfamilie“ hinter ihrem Anliegen zu vereinen.