Ex-Nationalspieler Arne Friedrich hat sich nach dem Wahlsieg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit einem eindringlichen Appell an die Gesellschaft gewandt. Der frühere DFB-Verteidiger verzichtete dabei bewusst auf parteipolitische Bewertungen und rief stattdessen zu mehr Dialog, Zusammenhalt und gegenseitigem Verständnis auf.
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Ex-DFB-Spieler reagiert auf AfD-Sieg
In einem Beitrag auf Instagram schrieb der 47-Jährige: „Ich will heute nicht über Parteien sprechen. Ich möchte über uns sprechen.“
Zugleich beklagte Friedrich eine zunehmende gesellschaftliche Spaltung. Die Stimmung im Land sei „misstrauischer, gereizter, schneller im Urteil“ geworden. Häufig werde die Schuld zuerst bei anderen gesucht, statt das eigene Verhalten zu hinterfragen.
Ehemaliger Nationalspieler spricht über Demokratie
Der frühere Abwehrspieler, der zwischen 2002 und 2011 insgesamt 82 Länderspiele für Deutschland absolvierte, betonte die Bedeutung demokratischer Verantwortung.
„Demokratie ist nicht selbstverständlich. Sie lebt davon, dass wir sie tragen, jeder Einzelne von uns“, schrieb Friedrich. Deshalb frage er sich nicht zuerst, was andere falsch gemacht hätten, sondern wann er selbst zuletzt aufmerksam jemandem zugehört habe, dessen Weltbild er nicht teile.
Dabei zog der ehemalige Profi auch Parallelen zu seiner Karriere im Fußball. In seinen Jahren als Nationalspieler und Bundesligaprofi habe er mit Menschen unterschiedlichster Herkunft und Nationalitäten zusammengespielt. Daraus habe er eine zentrale Erkenntnis gewonnen: „Ein Team gewinnt nicht, weil alle gleich denken. Es gewinnt, weil es ein gemeinsames Ziel hat.“
„Sobald das Wir verschwindet, verliert man“
Besonders deutlich wurde Friedrich mit Blick auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Sobald das Wir verschwindet, verliert man“, lautete eine seiner Kernbotschaften. Der ehemalige Hertha- und Wolfsburg-Profi warb dafür, wieder stärker aufeinander zuzugehen, anstatt Gräben zu vertiefen.
Friedrichs Wortmeldung erfolgte einen Tag nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, bei der die AfD laut vorläufigem Ergebnis mit großem Abstand stärkste Kraft wurde und knapp 44 Prozent der Stimmen erreichte. Das Ergebnis löste bundesweit zahlreiche politische und gesellschaftliche Reaktionen aus.
Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.